Verursacht ein Auto­fahrer einen Sach­schaden und begeht danach Fahrerflucht, so darf ihm nicht auto­matisch der Führer­schein entzogen werden. Der Führer­schein darf nur beschlag­nahmt werden, wenn durch den von ihm verursachten Unfall ein Schaden in Höhe von mindestens 1 500 Euro entstanden ist. Das hat das Land­gericht Wuppertal in einem Beschluss fest­gehalten und damit die bislang übliche Schadens­grenze in der Recht­sprechung von 1 300 Euro auf 1 500 Euro ange­hoben (Az. 25 Qs 34/17).

Bei der Berechnung des „bedeutenden Schadens“ gelten nur Posten, die als direkte Folge des Unfalls gesehen werden können. Dazu zählen beispiels­weise Reparatur­kosten, Abschlepp- und Bergungs­kosten sowie der Wert­verlust des Autos. Hingegen werden Kosten für einen Mietwagen, einen Verdienst­ausfall oder die Kosten für ein Sach­verständigen­gut­achten nicht ange­rechnet.

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