Beim Straftatbestand der Unfallflucht können die Gerichte von Strafe absehen, wenn sich der Verursacher des Unfalls binnen 24 Stunden bei der Polizei meldet. Vorausgesetzt, der Unfall geschah außerhalb des fließenden Verkehrs und verursachte nur geringen Sachschaden.

Deutlich weniger großzügig wird die Unfallflucht aber bei dem Versicherungsschutz gesehen. Ein Autofahrer riskiert auch dann den Kaskoschutz, wenn er sich am Folgetag in tätiger Reue der Polizei stellt, entschied jetzt das Oberlandesgericht Oldenburg (Az. 3 U 2/03).

Es stellte klar: Der Unfall muss sofort gemeldet werden, damit der Versicherer die Möglichkeit hat zu prüfen, ob der Unfall vom Versicherten grob fahrlässig herbeigeführt wurde. Das wäre zum Beispiel bei alkoholbedingter Fahruntüchtigkeit der Fall, die nach 24 Stunden kaum noch nachzuweisen ist.

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