Der Bundesgerichtshof hat die Rechte von unfallge­schä­dig­ten Autofahrern gestärkt. Wenn sie einen Unfallersatz­wagen mieten, muss der Autovermieter sie künftig darauf hinweisen, dass der Versicherer des Unfallgegners vielleicht nicht alle Kosten trägt und sie die Differenz selbst bezahlen müssen.

Die Preise der Autovermieter für Unfallersatzwagen sind oft doppelt so hoch wie die Normaltarife. Häufig zahlt der ­Versicherer des Schädigers den überhöhten Preis nicht voll.

Versäumt ein Autovermieter den Hinweis auf die möglichen Kosten für den Kunden, ist dieser aus dem Schneider. ­Er kann dann nicht mehr zur Kasse gebeten werden, wenn der Versicherer nicht alles zahlen will (Az. XII ZR 50/04).

Tipp: Sie fahren günstiger, wenn Sie dem Vermieter nichts vom Unfall sagen und einen Wagen zum Normaltarif nehmen. Sie müssen die Mietkosten dann zwar vorstrecken. Der Versicherer kann Ihnen aber nicht mehr vorwerfen, Sie hätten unnötig Kosten verursacht.

Sind Sie bereits in die Kostenfalle getappt, weil Ihnen ein Versicherer nichts von den Risiken der teuren Unfallersatztarife gesagt hat, sollten Sie das Geld zurückfordern. Ihr Anspruch verjährt in drei Jahren ab dem Ende des Jahres, in dem Sie gezahlt haben.

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