Wer einen Unfall erleidet und deshalb eine gebuchte Reise nicht antreten kann, erhält keinen Ersatz vom Verursacher des Unfalls. So entschied das Land­gericht Bremen (Az. 7 O 1759/12). Geklagt hatte ein Radfahrer, den ein Auto anfuhr.

Der verunglückte Radler wollte vom Kfz-Haft­pflicht­versicherer des Auto­fahrers die Kosten für eine Reise ersetzt bekommen, die er aufgrund der Verletzungen nicht antreten konnte. Das Gericht lehnte das ab. Es handelt sich bei den Reise­kosten um sogenannte „Frustrierte Aufwendungen“, die nicht als materielle Schäden zu ersetzen sind. Der immaterielle Schaden durch den entgangenen Urlaub könne allenfalls beim Schmerzens­geld berück­sichtigt werden. Das war aber bereits geschehen. Durch den Unfall erlitt der Mann einen dauer­haften Schaden, der zu einer Erwerbs­minderung führte. Er erhielt 7 500 Euro Schmerzens­geld.

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