Unfall im Schwimm­bad Meldung

Wer in einem öffent­lichen Hallenbad schwimmt, in dem es keine Trennung von Sprung- und Schwimm­betrieb gibt, muss nicht ständig einen großen Bogen um den Bereich mit den Sprung­brettern machen. Vielmehr müssen die Springer aufpassen, dass es nicht zu Unfällen kommt. Das gilt auch für Kinder und Jugend­liche, die das Sprung­brett nutzen, denn von ihnen darf entsprechende Rück­sicht erwartet werden (Ober­landes­gericht Stutt­gart, Az. 13 U 16/11). Im vorliegenden Fall hatte sich ein siebenjäh­riger Junge verletzt, als er beim Sprung vom Drei­meterbrett mit einem 72-jährigen Schwimmer zusammens­tieß. Der Mann durfte das gesamte Becken nutzen, auch den Sprung­bereich. Nur wenn Schwimmer sehen, dass ein Bade­gast im nächsten Moment springen möchte, dürfen sie nicht unmittel­bar in die Sprungbahn schwimmen. Dasselbe gilt, wenn sie bemerken, dass ein Springer sie nicht wahr­nimmt.

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