Unfall im Chemieunter­richt Meldung

Explosiv. Im Chemieunter­richt können schnell Unfälle passieren.

Bei Unfällen in der Schule gibt es kein Schmerzens­geld. Deshalb wies das Ober­landes­gericht Oldenburg die Klage eines Schülers ab, der sich im Chemieunter­richt bei einem Experiment verletzt hatte. Für die Verbrennungen an Hals, Oberkörper und Gesicht verlangte er 10 000 Euro Schmerzens­geld (Az. 6 U 34/15).

Hintergrund: Das Sozialgesetz­buch schließt bei Schul­unfällen Schmerzens­geld aus, wenn nicht die Absicht vorliegt, dem anderen schwer zu schaden. Diese Regelung soll den Schul­frieden und das ungestörte Zusammenleben von Lehrern und Schülern sichern. Der Ausschluss gilt auch für Spielereien und Raufereien, bei denen schwere Verletzungen nicht beabsichtigt sind, die jedoch vorkommen können (Bundes­gerichts­hof, Az. VI ZR 34/02). Der Geschädigte hat aber Ansprüche aus der gesetzlichen Unfall­versicherung, zum Beispiel auf eine Unfall­rente sowie Ersatz der Behand­lungs­kosten.

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