Auch für Lehrer an Privatschulen haftet nur der Staat. Eine heute 20-Jährige bekommt deshalb zunächst kein Schmerzens­geld. Sie hatte sich bei einem Unfall beim Schul­sport an einer Privatschule vor sechs Jahren den rechten Ellenbogen kompliziert gebrochen, während die Lehrerin die Turnhalle verlassen hatte. Der Arm der Schülerin blieb steif. Behand­lung und Rehabilitation zahlte die gesetzliche Unfall­versicherung. Zusätzlich forderten die Anwälte der Ex-Schülerin von Schul­träger und Lehrerin ein Schmerzens­geld von 20 000 Euro. Beide haften nicht, urteilte jetzt das Ober­landes­gericht Koblenz (Az. 1 U 1334/18). Auch Privatschul­lehrer seien Beamte im Sinne des Grund­gesetzes. Es haftet deshalb allein das für die Schule verantwort­liche Land Rhein­land-Pfalz.

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