Wer mit Tempo 200 über die Auto­bahn rast, haftet bei einem Unfall mit. Als ein lang­samer Fahrer grob verkehrs­widrig plötzlich auf die linke Spur wechselte, konnte ein Raser nicht recht­zeitig bremsen. Der Spur­wechsler bekam zwar die volle Schuld, der Raser musste dennoch 40 Prozent des Schadens über­nehmen. Begründung: Der Fahrer habe die Richt­geschwindig­keit von 130 km/h um rund 60 Prozent über­schritten. Der Spielraum zur Vermeidung eines Unfalls sei damit nahezu gegen Null gegangen, befanden die Richter des Ober­landes­gerichts Koblenz (Az. 12 U 313/13).

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