Unfall auf Radweg Meldung

Wer an einem Radweg wohnt, muss beim Verlassen des Grund­stücks gut auf Radler achten.

Wer auf einem Grund­stück mit Radweg vor dem Haus wohnt, muss beim Verlassen des Grund­stücks genau so aufpassen wie beim Über­queren einer Straße. Prallt der Hausbe­wohner mit einem Renn­radfahrer zusammen, weil er ohne zu schauen auf den Radweg gelaufen ist, hat er keine Schaden­ersatz­ansprüche gegen den Radfahrer. Das hat das Ober­landes­gericht Celle entschieden und die Klage eines verletzten Anwohners auf Schaden­ersatz abge­wiesen (Az. 14 U 102/18, nicht rechts­kräftig).

In dem Gerichts­verfahren hatte der Fußgänger behauptet, der Radfahrer sei unan­gemessen schnell gefahren, mehr als 20 Stundenkilo­meter, und habe außerdem nicht genügend Abstand zum Grund­stück gehalten. Beides konnte er jedoch vor Gericht nicht beweisen.

Da die Sicht vom Grund­stück auf den Radweg auch noch durch eine Hecke verdeckt war und der Bewohner zugeben musste, sich beim Verlassen des Grund­stücks nicht vorsichtig dem Radweg genähert zu haben, verlor er den Prozess.

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