Unfall-Kombirente der Axa Schnelltest

Die „Unfall-Kombirente“ der Axa ist eine Versicherung für Unfälle, schwere Krankheiten und den Verlust von Grundfähigkeiten. test.de sagt, was von der Police zu halten ist.

Vorteil

Wenn die Axa zahlt, bekommt der Versicherte eine lebenslange Rente, die jährlich um 1,5 Prozent steigt. Die Gesundheitsfragen im Antrag für die Unfall-Kombirente konzentrieren sich auf schwere Vorerkrankungen. Allergien oder frühere Sportverletzungen spielen eine untergeordnete Rolle – anders als bei Berufsunfähigkeits­versicherungen. Ohne Belang ist nach Angaben einer Axa-Sprecherin der Beruf. Die Police ist günstiger als eine Berufsunfähigkeits­versicherung: 30-jährige Frauen zahlen für 2 000 Euro Rente im Monat 521 Euro Jahresbeitrag. Für vergleichbaren Berufsunfähigkeitsschutz verlangte die Axa im Jahr 2009 mindestens 1 212 Euro. Das Preisbeispiel gilt für 30-jährige Diplomkauffrauen mit einem Vertrag bis 65 Jahre.

Nachteil

Es muss sehr viel passieren, ehe die Axa überhaupt zahlt. Geld gibt es nach einem Unfall erst ab mindestens 50 Prozent dauerhafter Invalidität und nach Organerkrankungen und Krebs erst bei schweren Dauerschäden. Hautkrebs und Gebärmutterhalskrebs sind ausgeschlossen. Beim Verlust der Sprachfähigkeit zahlt die Axa erst, wenn der Versicherte kein verständliches Wort mehr sagen kann. Die Hauptursache für Berufsunfähigkeit, die psychische Erkrankung, ist nur versichert, wenn sie zu einer dauerhaften Vormundschaft für den Kunden führt. Überschüsse, die der Versicherer mit dem Kundengeld erwirtschaftet, wirken nicht beitragssenkend.

Finanztest-Kommentar

Ein interessantes, aber teures Produkt, das nur in schwerwiegenden Fällen Schutz bietet. Nur Menschen, die keine Berufsunfähigkeitsversicherung bekommen, sollten das Angebot prüfen.

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