Unfall-Kombirente Meldung

Die Axa hat rund 17 500 Versicherte ihrer Unfall-Kombirente aufgefordert, in einen anderen Tarif zu wechseln, zum Beispiel in die „Existenz­schutz­versicherung“. Wer nicht wechselt, erhält die Kündigung. Eine Gesund­heits­prüfung fällt beim Wechsel nicht an. Der Beitrag richtet sich nach dem ursprüng­lichen Eintritts­alter. Das Alternativ­angebot leistet aber weniger: Beispiels­weise läuft die monatliche Rente nur bis zum 67. Lebens­jahr und nicht lebens­lang.

Als Gründe für die Aktion nennt die Axa die nied­rigen Zinsen und den medizi­nischen Fort­schritt. Ausgenommen sind Kunden, die 2017 mindestens 58 Jahre alt waren. Laufende Renten werden vertrags­gemäß weitergezahlt, beteuert das Unternehmen. Zielgruppe der zwischen 2006 und 2010 vertriebenen Unfall-Kombirente waren Personen, die keine Berufs­unfähigkeits­versicherung bekommen oder sie sich nicht leisten konnten. Wer durch einen Unfall oder durch bestimmte Krankheiten dauer­haft schwere Gesund­heits­schäden erlitt, erhält eine lebens­lange Monats­rente.

Private Unfall­versicherer dürfen Kunden aus alten Verträgen drängen. In der Berufs­unfähigkeits­versicherung hingegen ist das nicht erlaubt.

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