Unfälle vermeiden Meldung

Zu Hause lauern für Kinder mehr Gefahren als im Straßenverkehr. 1999 sind 106 Kinder im Vorschulalter bei Unfällen in Wohnungen und Gärten gestorben ­ 91 Jungen und Mädchen verloren ihr Leben im Verkehr, so das Statistische Bundesamt. "Schon durch einfache Vorsichtsmaßnahmen ließen sich etwa 60 Prozent der schweren Unfälle zu Hause vermeiden", schätzt der Sprecher des Berliner Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, Ulrich Fegeler.

Nie allein lassen. Säuglinge sollten keinen Augenblick lang allein auf dem Wickeltisch liegen. Puder, Cremes und Wäsche müssen beim Windelwechseln deshalb stets in Reichweite liegen.

Kein Gummiband. Auch wenn es niedlich aussieht: Auf Gummiband gezogenes Spielzeug sollte nicht überm Bettchen oder im Kinderwagen hängen. In einem unbeobachteten Moment könnten sich die Kleinen damit erdrosseln.

Putzmittel wegschließen. Spätestens wenn Kleinkinder mit dem Krabbeln beginnen, müssen Eltern Putzmittel und Medikamente wegschließen.

Möbel befestigen. Bei den ersten Schritten des Sprösslings sollten Eltern Regale und Schränke mit Winkeln an der Wand befestigen. Die Möbel könnten umfallen, wenn sich das Kind daran entlanghangelt.

Tischdecken vermeiden. Gefährlich sind heiße Kaffee- oder Suppengefäße auf einem Tischtuch. Kinder könnten an den Deckenzipfeln ziehen und sich verbrühen.

Wasserstellen abdecken. Wenn Mädchen und Jungen ihre Umwelt entdecken, verlagern sich viele Risiken nach draußen. Manchmal vergiften sich Kinder an Früchten von Sträuchern, verbrennen sich am Grill oder ertrinken im Gartenteich. "Sämtliche Ertrinkungsunfälle könnten verhindert werden", sagt Fegeler. Gartenteiche, Regentonnen und Planschbecken müssten nur immer abgedeckt werden, wenn die Eltern nicht aufmerksam sein können.

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