Wer den Radweg auf der falschen Seite benutzt, haftet. 5 000 Euro Schmerzens­geld muss ein Radler zahlen, der einen Fußgänger anfuhr. Zwar hatte der Radler Vorfahrt – auch auf der falschen Straßenseite. Aber er hatte eine erhöhte Vorsichts­pflicht. Das Ober­landes­gericht Frank­furt am Main gab dem Fußgänger 10 Prozent Mitschuld, weil ein Zebra­streifen nah war (Az. 4 U 233/16).

Anders gewichtete das Ober­landes­gericht Hamm die Haftung, als eine links fahrende Radlerin mit einem Auto kollidierte. Der Fahrer erhielt zwei Drittel Mitschuld, weil er die Vorfahrt verletzte und vom Pkw grund­sätzlich eine Betriebs­gefahr ausgeht (Az. 9 U 173/16).

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