Unfälle im Haushalt Meldung

Bis einer weint. Klein­kinder sitzen aufrecht, fallen aber kopf­über.

Für Unfälle mit Kopf­verletzungen bei Kindern sind nicht Fahr­rad oder Treppe Ursache Nummer eins, sondern Couch und Eltern­bett. Das hat der Din-Verbraucherrat ermittelt. Ganz lassen sich Verletzungen wohl nie vermeiden, aber gegen manches Malheur können Eltern Vorkehrungen treffen. test.de gibt Tipps für Haus und Hof.

Kopf­sache

Unfälle sind das Gesund­heits­risiko Nummer eins im Kindes­alter. Jähr­lich erleiden in Deutsch­land etwa 1,7 Millionen Kinder einen Unfall, knapp ein Drittel davon zu Hause oder in der Frei­zeit. Stürze sind die häufigste Ursache. Aufgrund ihres im Verhältnis schweren Kopfes stürzen Kinder unter fünf Jahren häufig kopf­über und erleiden schwere Verletzungen. Der Din-Verbraucherrat untersuchte die Ursachen von rund 4 000 Unfällen mit Kopf­verletzungen von Kindern bis 14 Jahre.

Tipp: Eine privateUnfall­versicherung kann schwere Unfall­folgen finanziell abfangen. Gute Policen zeigt unser Test von Unfallversicherungen. Auch mit einer privaten Kinderinvaliditätsversicherung können Eltern dafür sorgen, dass genügend Geld zur Verfügung steht, falls ihr Kind schwerbehindert werden sollte.

Eltern­bett

Die häufigste Gefahrenquelle im Haushalt stellen Couch und Eltern­bett dar. Jede siebte der untersuchten Kopf­verletzungen passierte, als Säuglinge aus dem Bett rollten oder Babys kopf­über vom Sofa fielen. Die Kinder waren im Mittel 1,3 Jahre alt.
Tipp: Legen Sie Säuglinge nie unbe­aufsichtigt auf Betten oder Sofas. Verwenden Sie Schutz­gitter. Ältere Kinder fallen übrigens häufig aus Hoch­betten. Kinder unter sechs Jahren sollten nicht in Hoch­betten schlafen oder spielen.

Treppen

Zweithäufigste Unfall­ursache waren Treppen­stürze. Aufgrund der Fall­höhe zogen sich die Kinder dabei über­durch­schnitt­lich oft mitt­lere und schwere Kopf­verletzungen zu. Haushalte mit Kindern bis 36 Monate sollten Treppen mit Schutz­gittern ausrüsten.
Tipp: Montieren Sie das Gitter so, dass die Tür entgegen der Treppe öffnet.

Wickeltische

Ursache vieler schwerer Kopf­verletzungen waren Stürze von Wickeltischen. Fast immer war die Betreuungs­person für kurze Zeit abge­lenkt.
Tipp: Halten Sie am Wickeltisch immer eine Hand am Kind. Nehmen Sie es andernfalls auf den Arm.

Lauflern­hilfen

39 der 4 000 Unfälle waren Verletzungen mit Lauflern­hilfen. Die kleinen Anfänger auf zwei Beinen stürzten Treppen hinunter, stol­perten über Hinder­nisse oder kollidierten mit anderen Gegen­ständen.
Tipp: Der Din-Verbraucherrat empfiehlt Eltern, auf Lauflern­hilfen gänzlich zu verzichten.

Dieser Artikel ist hilfreich. 8 Nutzer finden das hilfreich.