Die Zahl der Beschwerden über unerlaubte Telefonwerbung hat laut Bundes­netz­agentur einen neuen Höchst­stand erreicht: Mehr als 62 000 schriftliche Beschwerden zählte die Behörde 2018. Das sind mehr als doppelt so viele wie 2016.

Werbeanrufe ohne Zustimmung sind rechts­widrig

Werbeanrufe ohne eine vorherige, ausdrück­liche Zustimmung des Angerufenen sind rechts­widrig. Trotzdem sind mündliche Vertrags­abschlüsse, die während solcher Telefonate abge­schlossen werden, oft rechts­wirk­sam. In die Falle tappen vor allem ältere Menschen. Dreiste Geschäftemacher lassen sich von ihrem illegalen Treiben offensicht­lich auch nicht dadurch abschre­cken, dass ihnen seit 2013 Bußgeld­strafen von bis zu 300 000 Euro drohen.

Am besten einfach auflegen

Nervige Anrufer sind beispiels­weise unseriöse Gewinn­spiel­betreiber, aber auch Telefonanbieter, Zeit­schriften­verlage, Banken und vor allem Energieversorger. Über unseriöse Anrufer aus dem Bereich Energieversorgung gab es im vergangenen Jahr mit Abstand die meisten Beschwerden, so die Behörde. Betroffene Verbraucher können sich via E-Mail an die Bundes­netz­agentur wenden: rufnummernmissbrauch@bnetza.de. Um Vergehen unter­suchen zu können, benötigt die Bundes­netz­agentur Zeit­punkt und Datum des Anrufs sowie die im Display ange­zeigte Rufnummer. Das einfachste Mittel gegen unerwünschte Werbeanrufe ist und bleibt: Gar nicht erst in ein Gespräch verwickeln lassen und gleich auflegen.

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