Unerlaubte Bankgeschäfte Meldung

Das Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen (BAKred) in Berlin hat 1999 in 822 Fällen wegen des Verdachts auf verbotene oder unerlaubt betriebene Bank- und Finanzdienstleistungsgeschäfte ermittelt. Damit ist die Zahl der Fälle gegenüber dem Vorjahr erneut gestiegen. Das teilte das BAKred bei der Vorlage seines Jahresberichts 1999 im Oktober mit.

In 20 Fällen (siehe Liste) konnte die Aufsichtsbehörde Untersagungs- und Abwicklungsverfügungen erlassen. Leider sei in diesen Fällen zu befürchten, dass bei der Mehrzahl der betroffenen Unternehmen nur noch ein geringer Teil des Anlegergeldes vorhanden ist, heißt es im Jahresbericht der Behörde.

In 22 Fällen wickelten Unternehmen ihre ohne Erlaubnis des BAKred betriebenen Geschäfte "freiwillig" ab, um einer Verfügung des Amtes zuvorzukommen. Sie lösten 1400 Verträge mit einem Gesamtvolumen von rund 27 Millionen Mark auf und erstatteten den Anlegern ihr Geld. In drei Fällen bestellte das Aufsichtsamt Insolvenzverwalter zur Abwicklung der Unternehmen.

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