Ziehen Arbeitnehmer aus beruflichen Gründen um, können sie jetzt mehr Werbungskosten abrechnen. Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat den Höchstbetrag für Unterrichtskosten und die Pauschalen für sonstige Umzugsauslagen erhöht. Die neuen Beträge gelten für alle Umzüge, die nach dem 30. Juni beendet wurden. Bis Mitte 2004 steigen sie noch zweimal an (BMF-Schreiben vom 5. August 2003, IV C 5 - S 2353 - 167/03).

Zu den sonstigen Umzugsauslagen zählen zum Beispiel das Trinkgeld an das Umzugspersonal und die Gebühren für das Ändern von Ausweisen. Auch die Ausgaben für Schönheitsreparaturen in der alten Wohnung, die der Mietvertrag verlangt, gehören dazu. Dafür können Arbeitnehmer Pauschalen beantragen, wenn sie dem Finanzamt keine Belege vorlegen wollen.

Die Ausgaben für zusätzlichen Unterricht, den Kinder wegen des Umzugs benötigen, müssen Eltern dagegen immer belegen. Das Finanzamt zieht die ersten 690 Euro voll und vom Rest 75 Prozent als Werbungskosten ab.

Eltern müssen dafür deshalb in der Steuererklärung jetzt mindestens 1 612 Euro im Jahr nachweisen, wenn sie den neuen Höchstbetrag für Unterricht von 1 381 Euro absetzen wollen.

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