Umzug richtig planen

Umzug richtig organisieren Special

Ohne Stress geht es wohl kaum bei einem Umzug zu. Doch mit ein wenig Planung können Sie unnötigen Ärger vermeiden und für einen reibungs­losen Ablauf sorgen. test.de sagt, welche Vorbereitungen sinn­voll sind und worauf Sie besonders achten sollten.

Gründlich aufräumen

Ein Umzug ist immer dafür gut, die Wohnung einmal gründlich nach altem „Kram“ zu durch­suchen und diesen dann auch gleich zu entsorgen. Das sollte schon Wochen vor dem eigentlichen Termin geschehen. Wohin damit? Sie entscheiden: Flohmarkt, Altkleider­samm­lung oder gleich Sperr­müll. Im letzten Fall besorgen Sie sich recht­zeitig einen Termin beim örtlichen Entsorger. So ersparen Sie den Umzugs­helfern unnötiges Kisten­schleppen.

Recht­zeitig kümmern

Der Umzug steht fest. Dann ist es wichtig, sich recht­zeitig um eine Umzugs­firma zu kümmern, damit ein Wunsch­termin nicht verschoben werden muss. Wer den Kraft­akt in Eigen­regie organisiert, muss sich zeitig um einen Umzugs­wagen bemühen und möglichst viele Helfer als Träger organisieren. Für belebte Straßen empfiehlt sich zudem das Einrichten einer Haltezone. Dadurch ist gewähr­leistet, dass der Umzugs­wagen auch einen Park­platz findet. Zuständig dafür ist die Polizei.

Gut über­legen

Wenn Sie Angebote von Umzugs­firmen vergleichen, sollten Sie unbe­dingt auf die genauen Konditionen und Leistungen achten – und sich im Klaren darüber sein, was Sie genau wollen: einen kompletten Umzug – inklusive Einpacken des gesamten Inventars – oder nur den Trans­port Ihrer Möbel und Habselig­keiten? Mit jeder Leistung, die der Spediteur erbringt, steigt auch der Endpreis. Deswegen sollten Sie im Vorfeld gut über­legen, welche Aufgaben Sie selber erledigen können – und was Sie delegieren möchten.

Umzugs­auktionen

Wer möglichst preisgünstig umziehen will und nicht bei mehreren Unternehmen Angebote einholen möchte, kann seinen Auftrag auch auf einem Umzugs­auktions­portal posten. Die Ausschreibung muss alle relevanten Details enthalten: Umzugs­datum, neue und alte Adresse, Umfang des Lade­guts in Kubik­meter und etwaige Besonderheiten wie Klavier­trans­port oder leicht zer­brech­liches Inventar. Anders als bei einer klassischen Auktion versuchen sich die Interes­senten bei einer Umzugs­auktion gegen­seitig zu unterbieten, um den Zuschlag zu erhalten.

Vorteil: Für den Auftrag­geber sind die Angebote unver­bindlich. Das heißt, er kann am Ende selbst entscheiden, ob der Preissieger der Auktion den Zuschlag erhält oder eine etwas teurere Spedition, die ihm mehr zusagt. Ja, er darf nach Auktions­schluss sogar allen Bietern einen Korb geben – und keines der Angebote annehmen.

Nachteil: Nicht immer ist für den Kunden auf den ersten Blick zu erkennen, ob er es mit einem seriösen Anbieter zu tun hat. Wie gut die Umzugs­firmen arbeiten, darüber geben allein die Kundenbe­wertungen Aufschluss. Seriöse Unternehmen, die auf Umzugs­auktionen mitbieten, sind oft gezwungen, ihre Leistungen zu reduzieren, um mit den „Billigheimern“ konkurrieren zu können.

Richtig einpacken

Wenn Sie Ihren Hausrat selbst verpacken müssen, sollten Sie Kisten und Kartons in ausreichender Menge zur Verfügung haben. Wichtig sind auch Pols­termaterial, Pack­decken und weiteres Verpackungs­material. So kann alles im Umzugs­wagen platz­sparend und bruchsicher verstaut werden. Kalkulieren Sie eher groß­zügig. Packen Sie die Kisten - insbesondere mit schweren Büchern - nie randvoll! Persönliche Sachen, die Sie gleich wieder benötigen, sollten Sie in einem separaten Karton verpacken.

Gut absichern

Bevor es losgeht, sollten Sie empfindliche Fußböden in der alten und auch in der neuen Wohnung mit Abdeck­folie auslegen. Gleiches gilt auch für Türrahmen. Machen Sie sich zudem bereits klar, wohin die einzelnen Möbel in der neuen Wohnung gestellt werden sollen und geben Sie den Helfern klare Anweisungen. Kartons sollten Sie dementsprechend beschriften.

An die Helfer denken

Ganz wichtig: Vergessen Sie bei aller Planung Ihre Helfer nicht: Denken Sie an Speisen und Getränke, damit Ihre Helfer die Kräfte nicht verlassen. Und: Ziehen Sie mit mehreren Fahr­zeugen um, sollten Sie an alle einen Lageplan der neuen Wohnung verteilen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 2855 Nutzer finden das hilfreich.