Umwelttipps Meldung

Die Frühlingssonne bringt es an den Tag: verräucherte Wände, angegraute Decken, vergilbte Türen und Fensterrahmen. Da hilft nur Renovieren, um sich in den eigenen vier Wänden wieder richtig wohl zu fühlen. Doch Vorsicht bei der Auswahl der Lacke, Farben und anderen Materialien. Gesundheitliche Beschwerden könnten sonst die Freude über die Schönheitskur trüben.

- Verzichten Sie auf Anstriche mit hohem Anteil an organischen Lösemitteln. Statt dessen sollten Sie so genannte Dispersionslacke und -farben verwenden. Bei ihnen ist Wasser das Hauptlösemittel.

- Achten Sie beim Kauf der Materialien auf das Umweltzeichen. Erzeugnisse, deren Anteil raumluftbelastender organischer Lösemittel bei zehn Prozent oder darunter liegt, dürfen den blauen Engel tragen. Er weist auch darauf hin, dass keine schwermetallhaltigen Farbpigmente enthalten sind.

- Natur- oder Biolacke sind nicht automatisch umweltschonender oder weniger gesundheitsbelastend. Als Lösemittel wird hier oft das aus Kiefernholz gewonnene Terpentinöl eingesetzt. Kopfschmerzen und Schleimhautreizungen können die Folge sein.

- Vorsicht ist auch bei Lackverdünnern, Grundierungen und anderen Produkten angebracht, deren Rezeptur auf Zitrus- oder Orangenschalenöl basiert. Die darin enthaltenen Terpene sind zwar ebenfalls Naturstoffe, können bei empfindlichen Personen aber allergische Reaktionen auslösen.

- Generell sollten Sie alle Räume während und nach Malerarbeiten gut belüften. Denn auch der umweltfreundlichste Anstrich setzt Substanzen frei, die das Raumklima belasten. Je besser die Belüftung, um so schneller verringert sich ihr Anteil in der Atemluft.

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