Umwelttipps Oh Tannenbaum

Kein Weihnachten ohne Tannenbaum. Im vergangenen Jahr haben die Deutschen mehr als 20 Millionen Weihnachtsbäume gekauft. Manchmal schadet das der Umwelt ­ etwa, wenn die Bäume über lange Strecken transportiert werden. Aber es geht auch anders.

Heimische Arten. Entscheiden Sie sich für Fichten, Kiefern oder Tannen. Sie wachsen in unseren Breiten und kosten etwa 10 bis 25 Mark pro Meter. In Deutschland nicht heimische Arten wie die Blaufichten, oft auch als "Edeltanne" oder "Blautanne" bezeichnet, werden in Christbaumplantagen gezüchtet. Die setzen häufig hohe Mengen Pflanzenschutzmittel ein.

Direkt beim Förster. Am besten, Sie kaufen den Baum beim Förster. Zur Pflege des Waldes müssen die Bäume ohnehin aus den dichten Jungbeständen geschlagen werden, damit die verbleibenden Bäume mehr Platz haben. Häufig darf man diesen "Unterwuchs" selbst aus dem Wald herausschlagen. Die Revierförstereien oder die Tagespresse geben darüber Auskunft.

Wilde Kronen. Auch Wipfel von Bäumen, die zur Holzgewinnung geschlagen werden, sind schöne Weihnachtsbäume ­ obwohl oder gerade weil sie oft asymmetrisch und nicht völlig gerade sind. Fragen Sie den Förster. Vielleicht hat er auch Zweige, die Sie schmücken können.

Kein Baum von der Stange. Fragen Sie nach der Herkunft der Bäume, wenn Sie in einer Gärtnerei, im Gartenzentrum oder an einer Weihnachtsbaumverkaufsstelle kaufen. Kerzengerade und symmetrische Einheitsbäume quasi von der Stange sind ein Indiz für Plantagenwirtschaft.

Kein Kunstbaum. Tannenbäume aus PVC nadeln zwar nicht und sind mehrere Jahre verwendbar. Aber irgendwann enden sie doch als Plastikmüll. Dazu kommen Umweltprobleme bei der Produktion von PVC. Aus Umweltsicht sind Kunstbäume keine Alternative. Ganz kleine echte Bäume gibt es mittlerweile in Gärtnereien auch aus heimischer Produktion.

Nach dem Fest. Sind die Weihnachtstage vorbei, sollte der Baum zerkleinert (in fingergroße Schnipsel) im eigenen Garten kompostiert oder als Ganzes beim regionalen Entsorgungsunternehmen abgegeben werden. Entfernen Sie vorher aber den Baumschmuck, um den Kompost nicht unnötig mit Schadstoffen zu belasten.

Lieber ohne Wurzel. Manche Forstbetriebe und Gärtnereien bieten Bäume auch mit Ballen an. Nach dem Fest kann man sie wieder einpflanzen. Der Garten ist für Nadelbäume aber wenig geeignet. Sie nehmen anderen, sinnvolleren Pflanzenarten den Platz weg. Außerdem überstehen die Weihnachtsbäume das Umpflanzen nicht immer.

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