Umwelttipps Meldung

Es gibt immer noch zu viele Müll-Trenn-Muffel, auch wenn ihre Zahl erfreulicherweise abnimmt. Positiv: Da die Verwertungstechnik in den Recyclingbetrieben Fortschritte macht, wird getrenntes Sammeln immer einfacher:

- Klebebänder an Kartons und Fenster in Briefumschlägen stören nicht in der blauen Altpapiertonne und müssen nicht mühsam entfernt werden. Das passiert automatisch beim späteren Recycling.

- Wer Einwegflaschen in den Altglascontainer wirft, muss die Verschlüsse nicht vorher abschrauben. Auch Wein- und Sektflaschen braucht man nicht mehr von Metallteilen zu befreien; sie werden zum Beispiel magnetisch aussortiert. Je nach Farbe der Tonne oder des Tonnendeckels die Gläser und Flaschen nach Weiß-, Grün- und Braunglas zu trennen, ist aber weiterhin sehr wichtig. Weißes Glas lässt sich nämlich nur aus weißem Glas recyceln.

- Porzellan, Steingut und auch Fensterglas (chemisch von anderer Qualität als Verpackungsglas) gehören nach wie vor auf keinen Fall in die Altglassammlung. Sonst bilden sich im neuen Glas Einschlüsse und es ist nicht haltbar genug.

- Halbleere Joghurtbecher und andere Lebensmittelverpackungen schimmeln und stinken; sie belasten nicht nur das Recycling, sondern vor allem auch die dort Beschäftigten. Bevor sie im gelben Sammelbehälter landen, sollte man den Inhalt also auskratzen und in den Komposteimer entsorgen. Aber nicht ausspülen, denn das verunreinigt unnötig das Abwasser.

- Wenn Hausgemeinschaften konsequent die farbigen Recyclingtonnen und -säcke statt der grauen Restmülltonne nutzen, sinken die Nebenkosten erheblich ­ nach einer Berliner Untersuchung um 50 bis 200 Mark pro Jahr und Wohnung.

Aber

: Umweltverträglicher als das sorgfältigste Mülltrennen ist und bleibt es, Abfall zu vermeiden.

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