Umwelttipps Meldung

Seit der Strommarkt liberalisiert ist, können Haushalte ihren Stromlieferanten frei wählen. Viele achten nun mehr auf den Umweltschutz und wollen wissen, wie grün der Strom wirklich ist.

Produktion.

Ökostrom sollte zu hohen Anteilen (mindestens 50 Prozent) aus erneuerbaren Energien stammen, also aus Solarenergie, Wind- und Wasserkraft oder aus Biomasse. Der Rest kann mit fossilen Energieträgern wie Kohle oder Gas erzeugt werden ­ aber dann muss mit der Stromerzeugung auch die Wärme genutzt werden (umweltschonende Kraft-Wärme-Kopplung). Die Tabelle zeigt, wie der Ökostrom produziert wird. Die aufgeführten Unternehmen verkaufen auch in anderen Tarifen keinen Atomstrom.

Preise.

Dass Ökostrom zwar teurer, aber durchaus bezahlbar ist, zeigt unser Vergleich mit den Preisen für herkömmlich erzeugten Strom. Manchmal ist der sogar nur unwesentlich billiger.

Neuanlagen.

Wird mehr Strom aus erneuerbarer Energie produziert, werden umweltbelastende Energieträger ersetzt. Deshalb sollten die Ökostromanbieter neue Anlagen fördern. Wir haben nachgefragt: Alle Anbieter in der Tabelle investieren in neue Anlagen, allerdings in unterschiedlichem Maß: So schreibt uns Greenpeace energy, dass nach maximal drei Jahren jeder Neukunde vollständig aus neuen Anlagen beliefert wird. LichtBlick teilt mit, dass der Strom aus Neuanlagen stammt und 25 Prozent der Unternehmensgewinne in neue Anlagen investiert werden.

Grüner Strom Label.

Seit längerem gibt es das Grüne Strom Label, das unter anderem vom BUND unterstützt wird. Die Naturstrom AG wurde zum Beispiel damit ausgezeichnet. Mittlerweile gibt es Gemeinsamkeiten mit dem OK-Power-Siegel. Dazu gehört, dass Ökostrom, der über die gesetzliche Einspeisevergütung von allen Verbrauchern bezahlt werden kann, möglichst nicht statt dessen nur von den Ökostromkunden bezahlt wird.

Transparenz.

Daneben gibt es weitere Siegel und Gutachter ­ etwa den Tüv. Für alle Angebote in unserer Tabelle gilt: Die Unternehmen teilten uns mit, dass sie ihre Angaben von unabhängigen Gutachtern prüfen lassen.

Strom sparen.

Wenn Sie Ihren Stromverbrauch senken, schonen Sie die Umwelt und sparen Geld. Wer seinen Haushalt komplett umstellt, kann sogar bis zu 50 Prozent sparen. Stromfresser sind die Kühl- und Gefriergeräte.

OK-Power-Siegel

Umwelttipps Meldung

Gütesiegel für Ökostrom helfen bei der Auswahl. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, die Umweltorganisation WWF und das Ökoinstitut Freiburg haben ein neues Gütesiegel für Ökostrom entwickelt: das OK-Power-Siegel. Zu Redaktionsschluss hatte aus unserer Tabelle nur LichtBlick das Siegel bereits erhalten, weitere planen die Zertifizierung.

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