Umwelttipps Meldung

Der Kompost ist Sammelpunkt für Garten- und Küchenabfälle und Arbeitsplatz für Millionen winziger Lebewesen. Rund um die Uhr sind sie damit beschäftigt, Abfall in wertvollen Kompost zu verwandeln. Hobbygärtner erhalten so ein kostenloses Mittel zur natürlichen Bodenverbesserung und Düngung. Damit sich der "Bioreaktor" nicht zu einem stinkenden Ärgernis entwickelt, sollten Sie allerdings ein paar Punkte beachten:

- Legen Sie die unterste Kompostschicht aus grobem Material (Rindenmulch, Gehölzhäcksel oder Stroh) an. So vermeiden Sie Staunässe an der Basis. Zu feuchte Abfälle beginnen leicht zu faulen und riechen dann übel.

- Mischen Sie feuchte Abfälle (zum Beispiel Gemüse- und Obstreste) mit trockenem, strukturreichem Material (beispielweise gehäckseltem Astschnitt, Strauchabfälle, Laub).

- Achten Sie auf Verdunstungsschlitze oder Löcher in den Seitenwänden des Kompostbehälters, damit der Abfallberg gut mit Sauerstoff versorgt wird.

- Gekochte Essensreste, Teigwaren und Fleisch gehören nicht auf den Kompost oder allenfalls in einen geschlossenen Komposter. Sie locken Ratten an.

- Personen mit geschwächtem Immunsystem sollten vom Komposthaufen Abstand halten und ihn nie selbst umsetzen: Dabei gelangen viele Bakterien und Pilzsporen in die Atemluft, an denen diese Personen erkranken könnten.

- Papier gehört grundsätzlich in die Altpapiersammlung. Dünne Küchenpapiere können aber in geringen Mengen mit kompostiert werden.

- Kompost enthält sehr viele Nährstoffe. Um eine Überdüngung des Gartenbodens zu vermeiden, sollten Sie ihn mit Bedacht einarbeiten. Grobe Faustregel: jährlich maximal 2,5 Liter Kompost pro Quadratmeter Gartenboden.

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