Umwelttipp Meldung

Viele schwören drauf: Ordnung muss sein. Der Stellplatz für das Auto ist sauber betoniert, kahle Bodenflächen bestechen durch einheitliches Braun und Steinmauern grenzen das Gelände ab. Ein solcher Garten mag vielleicht den Bedürfnissen seiner menschlichen Bewohner entsprechen, Pflanzen und Tiere haben es hier aber schwer. Wer ein kleines Stück Natur schaffen möchte, kann bereits bei der Gartenplanung ein paar Anregungen berücksichtigen:

- Versiegeln Sie Abstellplätze nicht wasserdicht, sondern begrünen Sie die Flächen beispielsweise mit Hilfe von Rasengittersteinen. Gartenwege lassen sich mit Rindenmulch oder Rasen naturnah gestalten.

- Viele Vögel ernähren sich zu über 50 Prozent von Schädlingen. Planen Sie für die Nützlinge Nistkästen und Vogeltränken ein ­ und vor allem Hecken, freistehende Bäume oder Sträucher.

- Begrünte Fassaden und Dächer bieten Lebensraum für Insekten und Kleintiere. Vögel finden auch hier Nistgelegenheiten und Nahrung. Unschöne Garagen können innerhalb von drei Jahren unter einem dichten grünen Kleid verschwinden. An Wohnhäusern trägt die grüne Wand zur Klimaverbesserung bei und hilft sogar, ein wenig Energie zu sparen.

- Geben Sie bei der Auswahl der Pflanzen einheimischen Arten den Vorzug. Sie sind widerstandsfähiger und können zahlreichen Tieren Nahrung oder ein Zuhause bieten.

- Gestalten Sie den Garten abwechslungsreich ­ etwa mit Gartenteich, Trockenmauer oder Reisighaufen.

- Planen Sie kindgerecht: Auf giftige Pflanzen (Goldregen, Seidelbast, Trompetenblume und Herkuleskraut) sollten Sie verzichten.

- In der freien Natur gibt es keinen nackten Boden. Legen sie in Staudenbeeten und unter Sträuchern lebende Teppiche aus Bodendeckern an. Vorteil: Sie müssen weniger hacken und gießen, ungewollte Wildkräuter werden unterdrückt.

- Ein Kompostplatz darf in keinem Garten fehlen. Kompost vermeidet Abfall und ist zur natürlichen Bodenverbesserung bestens geeignet. Legen Sie den Kompostplatz an einem windgeschützten und schattigen Ort an.

- Grenzen Sie Ihren Garten nicht mit Mauern oder Zäunen auf Betonsockeln ab. Der nützliche Igel hat sonst keine Chance. Besser: Grundstücksabgrenzung mit Hecken aus Wildsträuchern.

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