Umweltschutz Meldung

Zwei Wochen Mallorca schädigen laut Umweltstiftung WWF das Klima genauso wie ein Jahr Autofahren.

Tonnenweise Kohlendioxid: Die An- und Abreise eines einzigen Reisenden nach Mallorca belastet die Umwelt mit 925 Kilogramm Kohlendioxid. Zu diesem Ergebnis kommt die WWF-Studie „Der touristische Klima-Fußabdruck 2009“, in der die Kohlendioxidemissionen für sieben typische Urlaubsziele der Deutschen errechnet wurden. Ein zweiwöchiger Mallorcaurlaub schädigt damit das Klima genauso wie ein Jahr Autofahren. Zwei Wochen All-inclusive-Urlaub in Mexiko verursachen sogar 7 218 Kilogramm Kohlendioxid. Ein Ostseeurlaub schlägt dagegen nur mit 258 Kilogramm Kohlendioxid pro Person zu buche, da An- und Abreise deutlich weniger Emissionen mit sich bringen. Die klimafreundlichste Variante ist der Urlaub „auf Balkonien“. Für jeden Daheimgebliebenen erreichen die urlaubsbedingten Emissionen gerade einmal 58 Kilogramm.

Umweltbewusst: Aus der WWF-Studie geht auch hervor, dass immer mehr Deutsche umweltbewusst verreisen wollen. 43 Prozent wollen demnach künftig ein Urlaubsziel in der Nähe wählen. 20 Prozent der Befragten äußerten die Absicht, künftig nur noch Reisen zu buchen, die Umweltstandards berücksichtigen.

Forderungen: Der WWF appelliert an die Tourismusbranche, mehr Angebote zu entwickeln, in denen der Klimaschutz berücksichtigt wird. Außerdem sollten Reiseangebote bezüglich der Klimarelevanz transparenter werden. Eine deutliche Kennzeichnung der Kohlendioxidemissionen würde dem Verbraucher eine bewusste Entscheidung für eine umweltverträgliche Reise ermöglichen.

Klima und Tourismus: Der Tourismus ist weltweit für fünf Prozent aller Treibhausgasemissionen verantwortlich. Fernreisen per Flugzeug verursachen besonders hohe klimaschädliche Emissionen, auch wenn ihr Anteil an allen Reisen noch sehr gering ist. Umweltbelastungen durch Flugverkehr wiegen besonders schwer, da Emissionen in großen Höhen den Treibhauseffekt stärker anheizen.

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