Umweltmedizinische Beratung Meldung

Altbausanierung: Durch den Einbau moderner, dicht schließender Fenster entfällt die früher übliche Luftzirkulation. Um Schimmel vorzubeugen, muss dann häufiger gelüftet werden.

Wenn Schadstoffe in der Umwelt krank machen, sind Ärzte oft ratlos. Halten unspezifische Symptome wie Kopfschmerzen, gereizte Schleimhäute oder ständige Müdigkeit über Wochen und Monate an, denken viele Betroffene auch an Wohngifte: Holzschutzmittel, Lösemittel, Pestizide – die Gefahrenliste ist lang. Das mit Abstand häufigste Problem: Schimmel. Schon geringe Mengen an Sporen können Allergien auslösen, große Mengen können die Lunge schädigen. Ursache für Schimmel sind oft Baufehler wie schlecht gedämmte Wände. In vielen Wohnungen verhindern auch immer dichtere Türen und Fenster die früher übliche Luftzirkulation durch Ritzen. Wird zum Ausgleich nicht häufig genug gelüftet, kann sich der Pilz vor allem in feuchten Räumen leicht vermehren.

Ob Schimmel oder Lösemittel: Umweltmedizinische Beratungsstellen helfen, die Quellen der Belastung aufzuspüren und eine Gefährdung einzuschätzen.

Neben einigen privaten Instituten bieten vor allem Gesundheitsämter diesen Service an. Einige Universitätskliniken haben Ambulanzen eingerichtet, die sich auf Diagnostik und Behandlung umweltbedingter Krankheiten spezialisiert haben. Wir haben eine Adressenliste umweltmedizinischer Beratungsstellen im Bundesgebiet zusammengestellt.

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