Wegen Preisabsprachen bei Umtauschgebühren für Währungen der Euroländer hat die EU-Kommission saftige Bußgelder gegen fünf deutsche Banken verhängt. Commerzbank, Dresdner Bank, Hypovereinsbank, Deutsche Verkehrsbank und Vereins- und Westbank sollen insgesamt mehr als 100 Millionen Euro Strafe zahlen.

Die Kommission wirft ihnen vor, sich auf eine Gebühr von 3 Prozent für den An- und Verkauf von Euro-Banknoten verständigt zu haben. Mit den überhöhten Gebühren sollten die seit 1999 entfallenen Einnahmen aus der Spanne zwischen An- und Verkaufskurs der Euro-Währungen ausgeglichen werden. Die betroffenen Banken bestreiten die Vorwürfe. Sie wollen gegen das Bußgeld vor dem Europäischen Gerichtshof in Luxemburg klagen.

Ursprünglich hatte die EU-Kommission noch zwölf weitere deutsche Banken im Verdacht, sich am Preiskartell beteiligt zu haben. Nachdem diese ihre Umtauschprovisionen spürbar gesenkt hatten, stellte sie jedoch das Bußgeldverfahren ein.

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