Der deutsche Handel ist kulant, wenn Kunden einen Kauf bereuen und die Ware zurückgeben wollen. Das hat die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen durch Befragung von zwei Dutzend Handelsketten herausgefunden.

Eigentlich müssen sich Händler auf nichts einlassen, wenn die Ware heil war und der Kunde sie im Laden und nicht über das Internet gekauft hat. Doch bei mehr als der Hälfte der befragten Unternehmen darf er die Ware innerhalb von zwei Wochen trotzdem zurückbringen.

Bei manchen Anbietern gelten sechs Wochen, bei Ikea sogar drei Monate Bedenkzeit. Rossmann und Netto Marken-Discount versprechen sogar einen unbegrenzten Tausch.

Aber Achtung: Mitunter gelten besondere Regeln, etwa dass nur Ware mit Verpackung oder ohne Verschleißspuren zurückgenommen wird. Für manche Waren ist die Rückgabe außerdem eingeschränkt. Ganz ausgenommen sind oft Pflanzen, Frischware, Fotoarbeiten und auch CDs, DVDs und Spiele, deren Kopierschutzsiegel beschädigt ist. Auch Sonderangebote zählen häufig nicht mit.

Tipp: Heben Sie den Kassenbon auf. Nur wenige Firmen – wie etwa Kaufland – verzichten beim Umtausch darauf. Bei den anderen müssen Sie sonst versuchen, den Kauf durch einen Kontoauszug zu belegen. Vielleicht hilft auch ein Gespräch mit dem Filialleiter. Ist Ihnen der Umtausch wichtig, lassen Sie sich dies beim Kauf bestätigen.

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