Komplikationen: „Habe keinen Biss“

Bei Kronen, der häufigsten Versorgung mit Zahnersatz in der Umfrage, gab es auch die meisten Beanstandungen, zum Beispiel: „fiel ab“, klobiger Zahn“, „sitzt schief“, „bekamen Risse“. Einige Male mussten Keramikzähne wegen Frakturen erneuert werden. Nicht in allen Fällen konnte der Zahnersatz zufriedenstellend nachgebessert werden. Hier einige Zitate aus der Umfrage:

Sechs auf einmal. „Sechs Inlays / Kronen wurden auf einmal eingesetzt. Die Zähne waren zu hoch, ich konnte nicht richtig essen. Mehrfach nachgebessert.“

Zu kurz. „12 Kronen wurden zu kurz abgeschliffen. Noch heute habe ich keinen richtigen Biss.“

Klotzig. „Die Konuskronen sehen unnatürlich, gelblich, klotzig aus.“

Mehrfach. „Mehrfaches Anpassen der Kronen und Brücke, bis das Fremdkörpergefühl verschwand.“

Schmerzen. „Ich hatte Schmerzen beim Essen. Zahnarzt und Gutachter bestätigten, dass man einen ganzen Kiefer niemals in einem Stück überbrückt. Die Arbeit wurde durch drei Brücken (Überkronungen) ersetzt. Alles zog sich über ein Jahr hin.“

Patientenalltag. Die Angaben der Umfrageteilnehmer entsprechen all dem, was bei Versorgungen mit Zahnersatz zum Patientenalltag gehören kann. Schmerzen zum Beispiel nach dem Beschleifen der Zähne und durch Entzündungen waren die häufigsten Komplikationen bei der Eingliederung von Zahnersatz.

Nicht immer mit Ausweg. Schwierig für Patienten ist es allerdings, die Passung objektiv zu beurteilen, insbesondere bei herausnehmba­rem Zahnersatz. So ist bei Totalprothesen vor allem im Unterkiefer auch bei bester Arbeit nicht immer ein zufriedenstellender Halt zu erreichen.

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