Erfahrungen im Ausland: Kräftig sparen: Neue Zähne im Urlaub

Nur 34 Befragte gaben über Zahnbehandlungen im Ausland Auskunft, weil sie dort ihre neuen Zähne erhalten haben. 157 Befragte interessierten sich zumindest für eine solche Lösung.

Gern in Ungarn. Die meisten haben sich wegen der erwarteten Kostenersparnis für diese Behandlungsmöglichkeit entschieden. Informationsquellen waren Internet, Freunde, oder die Information erfolgte direkt vor Ort (Urlaub). Bevorzugtes Ziel war Ungarn. Häufiger wurden kombinierte Behandlungs- und Urlaubsangebote genutzt. Auch Kliniken in Polen, Kroatien und Thailand wurden aufgesucht.

Ganz korrekt. Nur selten wurden zuvor die Bedingungen für eine Zahnersatzbehandlung bei einem kooperierenden Arzt in Deutschland geprüft, meist ließen sich die Patienten erst im Ausland untersuchen. Die meisten erhielten vor der Versorgung mit Zahnersatz – ganz korrekt – einen Heil- und Kostenplan und/oder eine Vereinbarung über private Zuzahlungen.

Meist Brücken. Meist ging es bei den Versorgungen um Brücken, dann um Kronen und Implantate. Auch bei den Auslandsbehandlungen kam es – in etwa wie im Inland – bei rund 20 Prozent der Fälle zu Komplikationen.

Mit Zuschuss. Die deutliche Mehrheit der Befragten erhielt für die Auslandsbehandlung einen Zuschuss von ihrer Krankenkasse oder Krankenversicherung, fast alle übrigens eine detaillierte Rechnung und, ebenfalls in deutlicher Mehrheit, eine Garantieerklärung zu eingesetztem Material und Haltbarkeit.

Mit Zuzahlung. Wegen geringer Fallzahlen lassen sich die privaten Zuzahlungen nicht mit denen zur Behandlung im Inland vergleichen. Im Trend verteilen sie sich ähnlich über die Kostenkategorien (siehe Grafik). In Einzelnennungen finden sich als Preisangabe Hinweise wie „deutlich günstiger“. Ersparnisse von 30 bis 50 Prozent und mehr sind durchaus möglich.

Gern wieder. Die große Mehrheit würde sich wieder im Ausland behandeln lassen. Gründe dagegen sind die langen Wege, der hohe zeitliche Aufwand und die Fahrtkosten.

Tipp: Sich im Ausland Zahnersatz eingliedern zu lassen, ist nur sinnvoll bei kurzen Wegen, überschaubaren Versorgungen und einem Kooperationspartner vor Ort. Zahnimplantationen können Monate dauern, so bei erforderlichem Knochenaufbau. Komplikationen führen zu organisatorischen und eventuell rechtlichen Problemen.

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