Tipps

Sie denken über einen Anbieterwechsel nach? Oder haben Ärger? Dann können Sie so vorgehen:

Prüfen: Alternative Festnetzanbieter sind nicht überall verfügbar. Und billige Vorwahl-Nummern (Call by Call) lassen sich dann nicht mehr nutzen. Auch wichtig: Telefonflatrates gelten oft nur für Gespräche ins Festnetz, nicht zu Handys oder ins Ausland.

Überlegen: Nehmen Sie sich Zeit beim Vertragsabschluss. Lassen Sie sich nicht auf der Straße, an der Tür oder am Telefon dazu drängen. Grundsätzlich sind solche Verträge innerhalb von zwei Wochen widerrufbar.

Wechseln: Der Wechsel wird immer beim neuen Anbieter beantragt. Er kündigt dann den Anschluss beim alten Anbieter. Im Antrag ist auch anzugeben, ob man seine alte Rufnummer mitnehmen möchte.

Beanstanden: Bei Ärger mit dem Anbieter wie falscher Rechnung oder nicht bestelltem Anschluss sollten Sie ihm Ihre „begründete Beanstandung“ schriftlich per Einschreiben mit Rückschein schicken. Sie können auch einen Einzelverbindungsnachweis oder eine „technische Prüfung“ verlangen.

Zurückbuchen: Beauftragen Sie dann Ihre Bank, den ganzen Rechnungsbetrag zurückzubuchen. Nun überweisen Sie die berechtigte Summe separat und vermerken dabei, welchen Teil Sie nicht bezahlen. Haben Sie keine Angst, dass Ihr Anschluss gesperrt wird, weil Sie nicht bezahlen. Falls Sie Ihre Beanstandung nachweislich geltend gemacht haben, ist das nicht zulässig.

Informieren: Ihre Rechte regelt seit Ende Februar das novellierte Telekommunikationsgesetz (siehe www.bundesgesetzblatt.de), vorher galt die Telekommunikations-Kundenschutzverordnung TKV. Beratung bei Rechnungsfragen bieten die Verbraucherzentralen, Telefonnummern gibts unter www.verbraucherzentrale.de

Klagen: Falls kein anderes Mittel zur Einigung führt, bleibt nur der Weg zum Amtsgericht. Dort wird im Rahmen einer Feststellungsklage geprüft, ob zum Beispiel wirklich ein Vertragsverhältnis besteht. Eine Rechtsberatung sollte aber vorausgehen.

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