Tipps

Wechsel leicht gemacht

  • Nicht zu früh. Bevor Sie den Anbieter wechseln: Schauen Sie in Ihrem bestehenden Stromvertrag nach, ob Sie eventuell an eine Mindestlaufzeit gebunden sind. Wie lang ist die Kündigungsfrist? In allgemeinen Tarifen beträgt sie meist nur einen Monat. Sondertarife sind dagegen an längere Laufzeiten und Kündigungsfristen gebunden.
  • Einfach. Nutzen Sie das Anmeldeformular des neuen Stromversorgers. Dieser übernimmt dann alle übrigen Formalitäten für Sie: Kündigung des alten Stromversorgers, Ummeldung beim Netzbetreiber. Der neue Anbieter ist für einen reibungslosen Wechsel verantwortlich.
  • Rechtzeitig. Kalkulieren Sie sechs bis acht Wochen für den Wechsel ein. Ihre Anmeldung sollte spätestens zum 10. eines Monats beim Anbieter sein, damit er die Stromversorgung zum übernächsten Monat beginnen kann. Die Umstellung erfolgt jeweils zum Monatsanfang.
  • Allein. Kündigen Sie den alten Vertrag nicht selbst. Einzige Ausnahme: Sie nehmen ein Sonderkündigungsrecht in Anspruch - zum Beispiel im Zuge einer Preiserhöhung. Dann haben Sie in der Regel zwei Wochen Zeit zum Kündigen. Das würde der neue Anbieter nicht rechtzeitig schaffen.
  • Hände weg. Vorsicht vor Paketpreisen: Meiden Sie den Kauf vorab vereinbarter Strommengen, zum Beispiel von Flexstrom oder Stromistbillig. Misslingt der Wechsel, laufen Sie Ihrem Geld hinterher. Geht der Anbieter während des Jahres pleite, ist Ihr Geld futsch. Außerdem zahlen Sie ordentlich drauf, wenn Sie mehr als vereinbart verbrauchen. Verbrauchen Sie weniger, gibt es nichts zurück.
  • Mit Vorsicht zu genießen. Tarife mit Vorauskasse sind meist günstig. Nachteil: Treten beim Wechsel Probleme auf, müssen Sie ebenfalls Ihr Geld mühsam zurückfordern. Meldet der Anbieter Insolvenz an, sehen Sie Ihr Geld vermutlich nie wieder.

Wenn etwas schief geht

  • Bestätigung. Zwei Wochen nach Antragstellung sollte der neue Versorger den Vertrag bestätigen. Reagiert er nicht, sollten Sie drängeln. Lassen Sie sich einen konkreten Liefertermin nennen. Setzen Sie Fristen.
  • Rücktritt. Wenn Sie auf unbestimmte Zeit vertröstet werden, sind Sie nach Auffassung der Verbraucherzentralen nicht mehr an den Antrag gebunden. Wenn Sie tatsächlich vom Vertrag zurücktreten wollen, sollten Sie dies dem neuen Versorger sicherheitshalber mitteilen.
  • Rückzahlung. Hat der neue Versorger bereits Vorauszahlungen abgebucht, haben Sie einen Anspruch auf Rückzahlung. Reagiert er nicht auf Ihre Forderung, können Sie innerhalb von sechs Wochen die Lastschrift von Ihrer Bank rückgängig machen lassen.
  • Keine Angst. Selbst wenn der alte Vertrag gekündigt ist und der neue Versorger die Lieferung nicht rechtzeitig aufnimmt, geht bei Ihnen nicht das Licht aus. Im Notfall greift die gesetzliche Ersatzversorgung. Dann liefert der örtliche Grundversorger den Strom. Der Preis liegt vielleicht etwas höher. Aber Sie kommen jeweils zum Monatsende wieder aus dem Vertrag raus.

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