Tipps

Auswahl. Eine Risikolebensversicherung ist ein reiner Todesfallschutz – im Unterschied zur viel teureren Kapitallebensversicherung, die Todesfallschutz und Sparprodukt intransparent vermischt. Wählen Sie einen Versicherer mit einem günstigen aktuellen Beitrag (zu zahlender Nettobeitrag) aus (siehe Test Risikolebensversicherung). In der Police ist auch der Bruttobeitrag angegeben. Bis dahin kann der Beitrag höchstens steigen – jedoch nur, wenn der Versicherer die Sterblichkeit der Kunden völlig falsch kalkuliert hat. Nach unseren Erfahrungen ist dies noch nicht vorgekommen.

Beitragserhöhung. Wenn der Versicherer während der Laufzeit des Vertrags den Beitrag für die Risikolebensversicherung drastisch (10 Prozent und mehr) anhebt, fragen Sie nach dem Grund für die Erhöhung. Rechtfertigt die Versicherungsgesellschaft einen hohen Beitragssprung allein mit der schwierigen Kapitalmarktsituation, beschweren Sie sich beim Versicherungsombudsmann und bitten Sie ihn, die ­Kalkulation des Versicherers zu überprüfen. (Adresse: Versicherungsombudsmann, Postfach 08 06 32, 10006 Berlin, Telefon 0 180 4/22 44 24).

Gesundheitszustand. Will der Versicherer Sie wegen Ihres Gesundheitszustands nur gegen Risikozuschlag versichern, fragen Sie vor Vertragsabschluss nach dem Grund dafür. Aufgrund der Vertragsfreiheit ist der Versicherer zwar nicht verpflichtet, Ihnen den Grund mitzuteilen. Dies wäre jedoch kundenunfreundlich und Sie sollten sich eine andere günstige Gesellschaft suchen. Kennen Sie den Grund für den Zuschlag, können Sie den Versicherer während der Vertragslaufzeit auffordern, den Beitrag zu senken, wenn sich Ihr Gesundheitszustand nachweislich verbessert hat.

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