Die meisten Teilnehmer der Finanztest-Onlineumfrage zum Thema Reise­versicherung haben gute Erfahrungen mit ihrem Versicherer gemacht. Meist wurden die Kosten erstattet – und die Abwick­lung als unkompliziert erlebt.

Wir haben unsere Leser gefragt: Wenn Sie Ihre Versicherung in Anspruch genommen haben, inwieweit trifft Folgendes auf Ihren Fall zu?

Umfrage Reise­versicherung Meldung

An der test.de-Onlineumfrage im Zeitraum vom 14. Oktober bis 4. November 2014 beteiligten sich 352 Personen.

An der test.de-Onlineumfrage im Zeitraum vom 14. Oktober bis 4. November 2014 beteiligten sich 352 Personen.

Unkomplizierte Abwick­lung, kompetente Ansprech­partner

Drei Dinge waren unseren Lesern am wichtigsten: Eine Reise­versicherung muss angemessen entschädigen, im Schadenfall einen kompetenten Ansprech­partner bieten und den Fall möglichst unkompliziert bearbeiten. Die meisten Umfrage­teilnehmer haben das auch so erlebt: 84 Prozent waren insgesamt damit zufrieden oder sogar sehr zufrieden, wie die Versicherung ihren Fall bearbeitet hat. Mehr als acht von zehn Personen fühlten sich angemessen entschädigt. Ebenso viele lobten eine unkomplizierte Bearbeitung. Auch die Ansprech­partner schienen sehr vielen kompetent.

Wer regel­mäßig verreist, schließt einen Jahres­vertrag ab

Viele unserer Leser haben ihre Auslands­reise-Kranken­versicherung über einen längeren Zeitraum abge­schlossen, und zwar unabhängig von einer konkreten Reise. Die Verträge bestehen zum Teil seit Jahr­zehnten. Auch die Reiser­ücktritts­versicherung haben die meisten Teilnehmer als Jahres­vertrag abge­schlossen – obwohl sie häufig gemein­sam mit einer bestimmten Reise gebucht wird. Ein möglicher Grund: Viele Befragte gaben an, in den vergangenen Jahren mehr­fach gereist zu sein.

Typisch sind Schäden zwischen 100 und 500 Euro

85 Prozent der Befragten, die im Ausland erkrankt sind, haben ihre Auslands­reise-Kranken­versicherung in Anspruch genommen und dabei oft Schäden zwischen 100 und 500 Euro gemeldet. Meist ging es dabei um ambulante Behand­lungen (70 Prozent) und Arznei­mittel oder Medikamente (53 Prozent). Viele nutzten ihre Reiser­ücktritts- oder Abbruch­versicherung, weil sie eine Reise schon vor Antritt absagen mussten. Der Grund für die Absage war in neun von zehn Fällen eine Krankheit. Nur selten mussten die Umfrage­teilnehmer eine Reise vorzeitig beenden oder unter­brechen. Die meisten Schäden lagen unter 2 000 Euro, teil­weise aber auch bei mehreren tausend Euro.

In vier von fünf Krank­heits­fällen über­nahm die Versicherung alle Kosten

Es dauerte häufig ein bis vier Wochen, bis die Versicherer die Fälle bearbeitet hatten. Die Auslands­reise-Kranken­versicherung über­nahm dabei fast immer einen Teil der Kosten. In 80 Prozent der Fälle hat sie Behand­lung, Medizin oder Trans­port sogar voll­ständig beglichen. Zahlte sie nur anteilig, lag das meist an der vereinbarten Selbst­beteiligung. Bei der Reiser­ücktritts­versicherung war es etwas weniger: In neun von zehn Fällen erstattete sie mindestens einen Teil, in 68 Prozent der Fälle voll­ständig. Ein häufiger Grund auch hier: die Selbst­beteiligung.

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