Umfrage Psychische Beschwerden Meldung

Psychische Beschwerden befinden sich auf dem Vormarsch. Doch wie gut ist die Hilfe, die Patienten im deutschen Gesund­heits­system erhalten? Darüber möchte die Stiftung Warentest mehr erfahren – und ist dazu auf Ihre Mithilfe angewiesen.

Immer mehr Fehltage psychisch bedingt

Den Anstieg von psychische Beschwerden stellen die Krankenkassen, gestützt auf die Krank­schreibungen ihrer Versicherten, seit Jahren in ihren Gesund­heits­berichten fest. Zahlen gibt es dazu in diesem Jahr zum Beispiel von der DAK, der TK und dem BKK Bundes­verband. Demnach gehen inzwischen etwa 12 Prozent aller Fehltage auf das Konto psychischer Erkrankungen. Der Wert liegt etwa doppelt so hoch wie vor zehn Jahren. Und das, obwohl die Krank­schreibungen wegen körperlicher Beschwerden gleich bleiben oder sogar sinken.

Stress­faktor: Moderne Arbeits­welt

Die Berichte führen den Anstieg vor allem auf die Belastungen der modernen Arbeits­welt zurück: Auf Zeit­druck, Über- und Unter­forderung, mangelnde Anerkennung, Angst vorm Jobverlust.

Echter Anstieg?

Aber steigt die Rate wirk­lich? Mit dieser Frage hat sich schon ein früherer Gesund­heits­bericht der DAK beschäftigt und Einschät­zungen von Wissenschaft­lern dazu einge­holt. Sie können sich auch andere Gründe für die wachsenden Krank­schreibungen vorstellen:

  • Ärzte verfügen über bessere diagnostische Kompetenzen als früher und entdecken deshalb auch mehr psychische Störungen.
  • Patienten sprechen beim Arzt von sich aus öfter über Symptome psychischer Beschwerden.
  • Betroffene akzeptieren womöglich leichter die Diagnose einer psychischen Erkrankung.

All das kann wiederum daran liegen, dass psychische Krankheiten enttabuisiert und -stigmatisiert werden und vermehrt in den Medien vorkommen.

Lang­zeit­studien vonnöten

Mehr Klarheit über den Seelenzustand der Deutschen bringen dürften epidemiologische Studien, die das psychische Befinden großer Bevölkerungs­gruppen genau erfassen und regel­mäßig wieder­holt werden. Als Ausgangs­punkt könnte der erste Bundes­gesund­heits­survey von 1998 dienen. Dabei zeigte sich: Fast jeder dritte Mensch in Deutsch­land (25 Prozent der Männer und 37 Prozent der Frauen) entwickelt im Lauf eines Jahres eine psychische Krankheit. Doch gerade einmal ein Drittel der Betroffenen befand sich in Behand­lung. Es könnte also Versorgungs­lücken geben – egal ob psychische Krankheiten zunehmen oder bisher bloß unter­schätzt wurden.

Ihre persönlichen Erfahrungen zählen

Die Stiftung Warentest möchte dieses wichtige Thema aufgreifen und mehr darüber erfahren, wie Menschen mit seelischen Problemen im deutschen Gesund­heits­system geholfen wird, zum Beispiel durch Psycho­therapie. Dabei helfen den Experten der Stiftung vor allem persönliche Erfahrungen:

  • Haben Sie wegen seelischer Probleme Unterstüt­zung gesucht, oder was hat Sie abge­halten?
  • Wie haben Sie Hilfe gefunden – und wie schnell?
  • Und wie zufrieden sind Sie insgesamt mit der Behand­lung?

Wenige Minuten Zeit

Ihr Aufwand ist nicht groß: Die Teil­nahme an der Umfrage dauert nur wenige Minuten. Natürlich werden alle Daten anonym erhoben, nicht an Dritte weiterge­geben und nur für den Zweck der Auswertung verwendet. Mitmachen können Sie bis zum 26. Juni.

Für Ihre Mithilfe herz­lichen Dank! Die Umfrage ist beendet. Die Ergeb­nisse können Sie im Artikel Therapie hat vielen geholfen nach­lesen.

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