Umfrage Notebook-Haltbarkeit Test

Notebooks bieten Mobilität, sind leistungsstark und vielfältig einsetzbar. Doch wie sieht es aus mit Haltbarkeit, Repa­­raturen und Akkulaufzeit? test.de fragte und erhielt Antwort von mehr als 2 000 Notebookbesitzern. Hier die interessanten Ergebnisse.

Defekte garantiert

Eins ist klar: Die Ergebnisse, der im November auf test.de durchgeführten Umfrage, sind nicht repräsentativ. Von der Umfrage werden sich wahrscheinlich eher geplagte Notebookbesitzer angesprochen gefühlt haben. Trotzdem erstaunt es, dass jeder zweite Befragte bereits mit einem Defekt an seinem Gerät zu tun hatte. Das frustriert vor allem wegen der mitunter langen Reparaturzeiten, in denen das Gerät nicht zur Verfügung steht. Wer allerdings bisher dachte, hauptsächlich billige Notebooks gingen häufig kaputt, der täuscht sich. Auffällig ist nämlich: Teure Notebooks sind laut Umfrage nicht seltener betroffen als billige Modelle.

Keine Funktion, Kein Problem?

Am häufigsten fiel die Elektronik aus. Das ist besonders ärgerlich, da in diesem Fall gar nichts mehr geht. Aber auch an Gehäuse und Deckel, Anschlüssen und Netzteil, sowie an Akku und Display gab es vermehrt Aussetzer. Interessanterweise ließen die Besitzer die Defekte aber nicht immer reparieren: Jeder Vierte war bereit, Einschränkungen in den Funktionen hinzunehmen und ließ die Mängel nicht beheben. Sicherlich ist dies für viele auch eine Kostenfrage. Treten Defekte nämlich außerhalb der Gewährleistung auf, sind die Reparaturen oft sehr teuer. Das erklärt sicher auch, wieso acht Prozent ihr Notebook bei einem Defekt einfach stilllegten und stattdessen vermutlich einen Neukauf tätigten. Gute Nachricht: Die meisten Reparaturen geschehen allerdings kostenlos: Entweder im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen zweijährigen Gewährleistung oder einer darüber hinaus wirksamen Herstellergarantie.

Markentreue überwiegt

Aus diesem Grund ist die Mehrheit der Fehler-Geplagten wohl trotzdem so markentreu: Knapp 70 Prozent der Befragten würden sich trotz eines Defekts wieder ein Gerät des gleichen Herstellers zulegen. Mit 44 Prozent, fast die Hälfte der Teilnehmer sogar noch nach mehreren Fehlern. Die treuesten Kunden haben Apple und Lenovo / IBM, die sich zu 97 beziehungsweise 95 Prozent erneut für ein Notebook der gleichen Marke entscheiden würden. Ihre Geräte fielen auch nur bei jedem Dritten Nutzer und damit am seltensten aus. Ganz anders die Marke Targa und das klare Schlusslicht in der Beliebtheitsskala Gericom: 70 bis 80 Prozent meldeten hier Defekte. Dementsprechend möchte fast die Hälfte der Targa-Kunden anschließend zu einem anderen Hersteller wechseln, den Österreichern von Gericom bleibt sogar nur ein Drittel der Kunden treu.

Trend geht zum Heim-Notebook

Ein erstaunliches Ergebnis brachte die Frage nach der Nutzung des Akkus zu Tage: Etwa 60 Prozent der Befragten gaben an, dass sie den Akku ihres Notebooks selten oder fast nie nutzen. Trotz der allgemein leistungsstärkeren Desktop-PCs scheint der Trend also in Richtung Heim-Notebook zu gehen. Dennoch beklagten sich beinahe zwei von drei Umfrageteilnehmern über eine nachlassende Akkukapazität, die sie oft als ärgerlich empfinden.

Notebook-Akkus im Dauertest

Und tatsächlich altert ein Lithium-Ionen-Akku selbst unter idealen Bedingungen, wenn er in die Jahre kommt. Im Alltag ist der Schwund der Akkuleistung aber schwer zu messen. Schließlich sitzt niemand mit der Stoppuhr am Notebook und achtet auf die Betriebsdauer. Das aber hat die Stiftung Warentest im Labor gemacht. Im Vergleich: Akkus, die unter Idealbedingungen lagern und solche, die einem Dauerbetrieb ausgesetzt sind. Nach sechs Monaten Dauerstress und 600 Ladezyklen zeigt sich aber vor allem eins: Die Differenz in der Speicherkapazität ist zwar messbar, aber nur so minimal, dass Nutzer davon im Alltagsgebrauch nichts mitbekommen. Deshalb haben die Tester den Laborversuch um weitere sechs Monate verlängert. test.de wird über die Ergebnisse berichten.

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