Die Luft­hansa benach­teiligt Kunden durch einzelne Klauseln ihrer allgemeinen Geschäfts­bedingungen (AGB). Das Unternehmen darf sie nicht länger verwenden. So urteilte das Land­gericht Köln in einer Klage des Verbraucherzentrale Bundes­verbands. Es ging um Klauseln zu Änderungen der Reise­daten wie Flug­nummer, Abflug­ort oder Kunden­namen auf dem Flug­schein. Das Gericht befand sie für nicht klar und verständlich. Das müssen AGB aber sein. Andernfalls benach­teiligen sie den Verbraucher und sind nicht zulässig. Unter anderem hieß es, dass die im Flug­schein einge­tragenen Reise­daten gar nicht oder nur gegen eine Gebühr geändert werden könnten, etwa bei fehler­haften Daten oder Namens­änderungen. Das Gericht kritisierte: Es werde nicht klar, in welchen Fällen eine Änderung kostenfrei sei oder eine Gebühr anfiele und wie hoch sie sein würde. Nach Ansicht des Gerichts ließen die Klauseln sogar zu, dass sich Luft­hansa Änderungen falscher Angaben bezahlen lassen könnte, die sie selbst verursacht hat (Az. 26 O 435/15).

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