Banken und Sparkassen dürfen nicht mehr trödeln. Seit Jahresbeginn muss bei Inlandsüberweisungen das Geld spätestens nach drei Werktagen beim Empfänger gutgeschrieben sein. Für Transfers innerhalb eines Kreditinstituts sind zwei Geschäftstage Maximum. Die Frist beginnt nach Ablauf des Tags, an dem die Überweisung eingereicht wurde. Für grenzüberschreitende Überweisungen gilt bereits seit 1999 eine Fünftagesfrist.

Kommt eine ordentlich ausgefüllte Überweisung nicht an, muss die Bank dafür bis zu einer Höhe von 12 500 ­Euro haften – unabhängig vom Verschulden. Wer infolge einer verspäteten Überweisung Nachteile erleidet, kann Schadenersatz fordern, wenn er ein Verschulden der ausführenden Bank nachweisen kann. In jedem Fall kann er seiner Bank bei Verzögerungen einen Verzugszins in Höhe des Basiszinssatzes (Stand Februar: 2,57 Prozent) plus 5 Prozent für die Dauer der Verspätung in Rechnung stellen.

Tipp: Wer wegen verspäteter Überweisungen Ärger mit der Bank hat, kann sich kostenlos wenden an:

Deutschen Bundesbank
Schlichtungsstelle
Postfach 10 06 02
60006 Frankfurt
Tel. 0 69/95 66 40 50
Fax 0 69/95 66 40 56

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