Bloß weil jemand Geld auf dem Konto hat, gehört es ihm noch nicht. Das hat das Amtsgericht Oranienburg entschieden (Az. 29 C 259/02).

Der Berliner Henrik Epstein hatte sich gefreut. Ein Freund hatte rund 500 Euro auf sein Konto bei der Potsdamer Mittelbrandenburgischen Sparkasse überwiesen. Das zeigte Onlinebanking und Kontoauszug. Doch bevor er das Geld abheben konnte, war es weg. Die Sparkasse hatte zurückgebucht, da die Bank von Epsteins Freund die Überweisung storniert hatte. Der Freund hatte mit der Überweisung seinen Verfügungsrahmen um ein paar Euro überschritten. Epstein konnte nicht glauben, dass die Sparkasse nachträglich ans Konto durfte. Er klagte – ohne Erfolg.

Das Amtsgericht lehnte seinen Anspruch auf Rückbuchung ab. Zwar stellte es fest, dass die Sparkasse das Geld angesichts des Stornos nicht hätte gutschreiben dürfen. Doch das Vertrauen Epsteins in den Kontoauszug wollte es nicht schützen. Ob das anders gewesen wäre, wenn Epstein das Geld ausgegeben hätte, ließ das Gericht offen.

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