Über­tragung von Renten­ansprüchen Meldung

Meiner Ex-Frau wurde bei unserer Scheidung im Rahmen des Versorgungs­ausgleichs ein Teil meiner Renten­ansprüche über­tragen. Was passiert, wenn sie vor mir sterben sollte? Bekomme ich die Ansprüche dann wieder zurück?

Nicht in jedem Fall. Das hängt davon ab, ob Ihre Ex-Ehepart­nerin zum Zeit­punkt ihres Todes noch berufs­tätig ist oder schon das Renten­alter erreicht hat.

Verstirbt sie, bevor sie Rente bezieht, erhalten Sie die Ansprüche aus der gesetzlichen Renten­versicherung wieder zurück.

Stirbt sie dagegen, nachdem sie in Rente gegangen ist, kommt es darauf an, wie lange sie die Rente bereits bezogen hat. Sind es weniger als drei Jahre, können Sie ebenfalls eine Rück­über­tragung der Ansprüche beantragen.

Diese Regelung gilt nicht für Privatrenten, Betriebs­renten oder die Zusatz­versorgung im öffent­lichen Dienst.

Tipp: Die Rück­über­tragung der Ansprüche erfolgt nicht auto­matisch. Sie müssen diese beim Renten­träger beantragen. Nennen Sie dabei Ihre Renten­versicherungs­nummer.

Die Änderung erfolgt erst ab dem Folgemonat der Antrags­stellung. Dies gilt selbst dann, wenn Sie erst Jahre später vom Tod Ihrer Ex-Ehepart­nerin erfahren und somit auch erst dann die Rück­über­tragung beantragen können.

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