Viele Hausratversicherer zahlen für Überspannungsschäden durch Blitz und verlangen keinen Zuschlag für diesen Schutz. Sie übernehmen dann die Reparatur eines teuren Fernsehers, dessen Empfang gestört ist, nachdem ein Blitz zu einer erhöhten Spannung im Stromnetz geführt hat. Auch der Internetanschluss des Heimcomputers kann durch Blitzeinschlag schnell defekt sein. Der Kunde kann den Zugang dann auf Kosten des Versicherers reparieren lassen.

Doch nicht immer ist ein Blitz der Verursacher eines Überspannungsschadens. Er kann auch entstehen, wenn der Stromversorger einen Schaltvorgang vornimmt oder eine nahe gelegene Fabrik alle Maschinen auf Hochtouren laufen lässt. Diese Schäden sind in einer Hausratversicherung nicht versichert.

Versicherer, die bezweifeln, dass ein Blitzeinschlag für einen gemeldeten Überspannungsschaden verantwortlich ist, können sich beim VdS Schadenverhütung in Köln erkundigen, ob es zum genannten Zeitraum im Wohnort des Kunden ein Gewitter gab.

1999 fragten die Versicherungsgesellschaften nur 6.100-mal nach. Aber in immerhin mehr als 2.000 Fällen wurde festgestellt, dass kein Blitz den gemeldeten Schaden verursacht haben konnte.

Ein Kunde könnte dann versuchen, den Verursacher zu finden, um ihn zur Verantwortung zu ziehen. In der Praxis dürfte das allerdings schwierig werden.

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