Bestohlen oder gestohlen – das ist hier die Frage.

Die Stiftung Warentest hat 15 Über­setzungs-Apps geprüft, darunter Pons und Google Über­setzer. Alle Apps im Test lassen sich gratis verwenden, einige bieten ihren vollen Funk­tions­umfang aber nur in der Bezahl­variante. Testbasis waren typische Urlaubs­dialoge, die wir ins Eng­lische, Französische, Italienische, Spanische und Türkische über­setzten. Schon bei einfachen Sätzen haperte es oft. Keine App kommt über die Note Befriedigend hinaus. Oft gibt es Probleme mit dem Daten­schutz.

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TestÜber­setzungs-Apps im Test29.04.2020
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7 von 15 Über­setzungs-Apps im Test sind komplett gratis

Die Corona-Krise ist auch eine Chance, um zu Hause Dinge zu tun, zu denen man sonst nie kommt – zum Beispiel endlich mal wieder die eigenen Fremd­sprachen-Kennt­nisse aufzubessern. Grund­sätzlich lassen sich alle Apps aus dem Test der Stiftung Warentest kostenlos nutzen – einige haben in den Gratis-Varianten aber Einschränkungen. Wer den vollen Funk­tions­umfang frei­schalten will, zahlt dann meist rund 2,50 bis 5 Euro für einen Monat. Die gute Nach­richt für Sparfüchse: 7 der 15 geprüften Über­setzungs-Apps sind komplett gratis.

Über­setzungs-Apps: Das hat die Stiftung Warentest geprüft

Test­ergeb­nisse. Unsere Tabelle zeigt Bewertungen für insgesamt 15 Über­setzungs-Apps von Google, Microsoft, Pons, iTrans­late, Nyxcore, Promt, SayHi und Talkao. Fast alle Apps im Test gibt es sowohl für Android als auch für iOS – einzig Nyxcore bietet nur eine Android-Version. Als Besonderheit hat die Stiftung Warentest zusätzlich DeepL geprüft, einen Über­setzungs-Dienst, der bislang nicht als App verfügbar ist, sondern über die Anbieter-Website oder ein PC-Programm läuft.

Kauf­beratung und Tipps. Wir sagen, welche App mit der besten Über­setzungs-Leistung punktet, wer bei der Hand­habung die Nase vorn hat – und für welche App sich ein kosten­pflichtiges Abo am ehesten lohnt. Außerdem erklären wir, was Nutzer von Über­setzungs-Apps bei Reisen außer­halb der EU beachten sollten, um Probleme zu vermeiden.

Heft­artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf das PDF zum Testbe­richt aus test 5/2020.

Text- oder Sprach­eingabe ins Handy, Text­erkennung per Kamera

Alle Über­setzungs-Apps im Test sind in der Lage, sowohl geschriebene Texte als auch ins Handy gesprochene Wörter und Sätze zu über­setzen. Einige können sogar via Handy-Kamera Texte in Fotos erkennen – hilf­reich etwa, wenn man eine Speisekarte über­setzen will. Die Stiftung Warentest hat alle drei Szenarien mit den Sprachen Deutsch, Eng­lisch, Französisch, Italienisch, Spanisch und Türkisch geprüft – die Apps beherr­schen meist aber noch viel mehr Sprachen, von Afrikaans bis Zulu.

Manche Über­setzungs-Apps funk­tionieren auch offline

Praktisch ist auch der Offline-Modus: Wenn gerade kein Mobil­funk­netz und kein WLan zur Verfügung stehen oder das Surfen außer­halb der EU sehr teuer wäre, ist es hilf­reich, dass manche Apps auch ohne Internet­verbindung jeden beliebigen Text über­setzen können. Der Test zeigt, welche Apps offline funk­tionieren und welche nicht.

Der Praxis-Test: Gestohlene Menschen und ein simulierter Phallus

Beim Über­setzen kann vieles schief gehen. Die Stiftung Warentest stieß im Test sowohl auf schwache Grammatik als auch auf sinn­entstellende Über­setzungen. So machte eine App aus dem deutschen Satz „Ich wurde bestohlen“ den eng­lischen Satz „I was stolen“, was allerdings bedeutet: „Ich wurde gestohlen“. Eine andere App über­setzte den Fußball-Begriff „Foul“ mit „Phallus“ – und aus der „Schwalbe“ (dem vorgetäuschten Foul) wurde ein „simulierter Phallus“.

“All I under­stand is train station“

Eher zum Spaß probierten die Tester einmal aus, wie die geprüften Apps die deutsche Redewendung „Ich versteh nur Bahnhof“ über­setzen – was in einem Fall zu der wörtlichen, aber für eng­lische Mutter­sprachler völlig unver­ständlichen Über­setzung „All I under­stand is train station“ führte. Gerade Redewendungen, bild­liche Sprache, Witze und Fachjargon sind für Über­setzungs-Apps oft große Heraus­forderungen. Bei der Sprach­eingabe kommen mitunter Umwelt­geräusche, Nuscheln oder Dialekte als weitere Problem­faktoren hinzu. Eine besonders perfide Hürde sind auch doppeldeutige Begriffe: So könnte etwa ein Straßenschild mit der Aufschrift „Fine for parking“ zwei völlig gegen­sätzliche Bedeutungen haben: entweder „Gut zum Parken“ oder „Geld­strafe fürs Parken“. Im Testbe­richt finden Sie eine Aufzählung der schönsten Stilblüten aus unserem Test.

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