Kunden von Lebensversicherungsunternehmen müssen sich damit abfinden, wenn ihre Überschussbeteiligung geringer ausfällt als prognostiziert. Das hat das Landgericht Köln (Az. 37 O 1293/07) klargestellt. Die Klägerin muss einen Verlust von 10 000 Euro gegenüber der Prognose hinnehmen. Die Richter entschieden, es komme nur darauf an, dass die Überschussbeteiligung dem aufsichtsrechtlich genehmigten Geschäftsplan des Versicherers entspricht.

Geklagt hatte die Witwe eines Versicherungskunden. Ihr verstorbener Ehemann hatte seit 1994 in eine Kapitallebensversicherung eingezahlt. Im Jahr 2002, vier Jahre vor Vertragsablauf, hatte der Versicherer ihm eine Überschussbeteiligung von rund 32 000 Euro angekündigt. 2006 bei Ablauf des Vertrags zahlte sie nur etwa 22 000 Euro.

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