Gut 2,8 Millionen Haushalte sind so überschuldet, dass sie ihre Kredite nicht mehr bedienen können. Damit sind rund 6 Millionen Menschen von Überschuldung betroffen. Die Zahl der eidesstattlichen Versicherungen – früher Offenbarungseid – stieg im vergangenen Jahr um gut 6 Prozent auf 894 000, zählte die Wirtschaftsauskunftei Bürgel.

Die Verbraucherinsolvenzen verdoppelten sich sogar auf 41 000. „Das Insolvenzverfahren ist der letzte Notausgang, eine Rosskur“, meint Frank-Christian Pauli vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Immerhin müssen die Betroffenen sieben Jahre lang mit dem Existenzminimum auskommen, bevor sie schuldenfrei sind. In den meisten Fällen kann dieses Verfahren vermieden werden, weil Banken und andere Gläubiger auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten. Dazu müssen die Schuldner sich aber frühzeitig an eine seriöse Beratungsstelle wenden, die die Verhandlungen führt. Adressen gibt es bei den regionalen Verbraucherzentralen.

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