Den ärzt­lichen Bereit­schafts­dienst anrufen statt in die Klinik-Notaufnahme fahren: Das sollten mehr Deutsche tun, wenn sie abends oder am Wochen­ende Hilfe brauchen, fordert die Deutsche Kranken­hausgesell­schaft. Sie beklagt, dass viele Notaufnahmen infolge hoher Patientenzahlen über­lastet seien.

Ärzt­liche Bereit­schafts­dienste werden von den kassen­ärzt­lichen Vereinigungen organisiert. Sie richten sich an Kassen- und Privatpatienten und sind der richtige Ansprech­partner in allen Fällen, in denen ein Patient sonst eine Arzt­praxis aufsuchen würde, sie aber nicht geöffnet hat. Von der Zentral­nummer wird der Anruf an den zuständigen Dienst weitergeleitet – direkt zu einem dienst­habenden Arzt oder einer Bereit­schafts­dienst-Leit­stelle. Falls nötig, kommt der Arzt nach­hause. Da Beschwerden nicht immer klar einzuordnen sind, gibt es Über­legungen, Bereit­schafts­ärzte künftig an Kliniken anzu­siedeln. In 400 Häusern ist das schon so.

Tipp: Der Bereit­schafts­dienst ist zentral unter 116 117 erreich­bar. Bei Notfällen gilt: Rettungs­dienst unter 112 anrufen!

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