Unser Rat

Auto finden. Ist Ihr Auto von einem Privat- oder Geschäftsgrundstück abgeschleppt worden, sollten Sie zuerst die Umgebung absuchen. Die Chancen stehen gut, dass Ihr Auto in eine Nebenstraße umgesetzt wurde und Sie es wegfahren können. Bekommen Sie dann eine Rechnung, überweisen Sie fürs Abschleppen nur 120 Euro. Höhere Kosten muss der Abschlepper erst nachweisen.
Für eine Leerfahrt müssen Sie zahlen, wenn Ihr Auto noch gar nicht ­abgeschleppt wurde, die Firma aber schon beauftragt war.

Zahlungsaufforderung. Steht Ihr Auto noch auf dem Parkplatz und steckt hinter dem Scheibenwischer eine Rechnung oder kommt diese später per Post, sollten Sie nicht gleich zahlen. Verlangen Sie erst ­einen Nachweis, wofür Kosten entstanden sind, und fordern Sie den Beweis, wer gefahren ist. Auf Privatparkplätzen darf der Abschleppdienst nur von dem Geld verlangen, der das Auto dort abgestellt hat. Wer das war, müssen Sie nicht sagen.

Parkkralle. Hat der Abschleppdienst Ihr Auto auf dem Parkplatz mit einer Parkkralle blockiert, gilt das als Nötigung. Sie können die Polizei rufen und die Abschleppfirma anzeigen.

Auto nicht gefunden. Wenn Sie Ihr Auto nicht finden, bekommen Sie die Nummer des Abschleppdienstes vom Grundstückseigentümer. Geben Sie keine Fahrerdaten preis. Ist der Abschlepper dann vor Ort, zahlen Sie unter Vorbehalt. Lassen Sie sich den Nachweis zeigen, dass der Abschlepper einen Auftrag des Eigentümers hat, und verlangen Sie eine detaillierte Rechnung. Scheint Ihnen der ­Betrag zu hoch, können Sie ihn nur gerichtlich prüfen lassen.

Rechtsschutz. Die Rechtslage ist zurzeit noch so unsicher, dass Sie nur mit Verkehrsrechtsschutz im Rücken gegen einen Abschleppdienst klagen sollten. Einige Versicherer tragen die Kosten.

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