Überbuchung und Verspätung Meldung

Ab morgen gelten in der Europäischen Union (EU) neue Rechte für Passagiere. Dann gibts für Flugreisende höhere Entschädigungen, wenn sich ihre Flüge verspäten, ganz gestrichen werden oder sie wegen Überbuchung am Flughafen sitzen bleiben. test.de sagt, wie hoch die Entschädigungen jetzt sind und wann Fluggäste Anspruch darauf haben.

Auch bei Pauschalreisen

Von den neuen Regeln profitieren Fluggäste, die eine bestätigte Buchung besitzen und von einem EU-Flughafen starten. Darüber hinaus gelten sie auch für Flüge von Drittstaaten in die Europäische Union, wenn eine EU-Airline fliegt sowie für Flüge im Rahmen von Pauschalreisen.

Annullierung / Überbuchung

Ist ein Flugzeug überbucht oder fällt ein Flug aus, gibts für Passagiere zwischen 250 und 600 Euro als finanzielle Entschädigung - je nach Flugstrecke. Als Entschädigung übernehmen die Gesellschaften auch die Kosten für Ersatz- oder Rückflug, Übernachtung, Verpflegung, Telefon oder Fax.

Verspätung

Verspätet sich eine Maschine, haben die Passagiere Anspruch auf Verpflegung und werden bei Bedarf in Hotels untergebracht. Wenn durch die Verspätung eine Reise oder ein Teil davon platzt, haben Fluggäste Anspruch auf Erstattung der gesamten oder anteiligen Reisekosten. Diese neuen Regeln für Verspätungen gelten:

  • für Flüge bis zu 1 500 Kilometer ab einer Verspätung von zwei Stunden.
  • für Flüge über mehr als 1 500 Kilometer innerhalb der EU oder zwischen 1 500 und 3 500 Kilometern außerhalb der EU ab drei Stunden Verspätung.
  • für alle anderen Flüge ab vier Stunden Verspätung.

Tipp: Auf den Internetseiten der Europäischen Union finden Sie die wichtigsten neuen Regelungen sowie ein Merkblatt zu den neuen Fluggastrechten.

Bahnfahrten

Reisende, die mit der Bahn unterwegs sind, haben bei Verspätungen von Zügen nun auch ein Recht auf finanzielle Entschädigung. test.de informiert über die neue Kundencharta der Bahn.

Schlichtungsstelle

Wer sich über schlechte Leistungen bei Reisen mit Bahn, Bus, Flugzeug oder Schiff ärgert, kann sich an die neue „Schlichtungsstelle Mobilität“ wenden. Reisende müssen allerdings zunächst versuchen, sich mit der Gesellschaft zu einigen. Waren sie dort erfolglos, untersuchen die Schlichter den Fall und machen einen Lösungsvorschlag. Dies ist für Betroffene kostenlos. Allerdings ist der Lösungsvorschlag für die Unternehmen unverbindlich.

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