Das weltgrößte Softwareunternehmen Microsoft wird erstmals in seiner Geschichte seinen Anlegern eine Dividende zahlen. Mit geplanten 16 US-Cent pro Aktie hat sie freilich eher symbolischen Charakter.

Dennoch könnte die Ankündigung richtungweisend sein. Bislang hatten viele Technologiefirmen entweder gar keine oder extrem niedrige Dividenden ausgeschüttet. Sie wollten stattdessen die Gewinne investieren – als Basis für starkes Wachstum und steigende Aktienkurse. Dieses Argument zieht nicht mehr. Die meisten Hightechfirmen litten zuletzt sogar unter schrumpfenden Umsätzen und Gewinnen.

Einige der Marktführer sitzen dennoch auf riesigen Barbeständen. Bei Microsoft sollen es um die 40 Milliarden US-Dollar sein.

Microsofts Dividendeneinstieg ist auch in Zusammenhang mit George Bushs Steuerplänen interessant. US-Aktionäre sollen bei der Versteuerung von Dividenden massiv entlastet werden. Unternehmen mit hoher Dividendenrendite könnten für Anleger attraktiver werden.

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