Fast 100 Milliarden Mark hat die Versteigerung neuer Mobilfunkfrequenzen in die Staatskasse gespült. In die Freude über den Abbau der Staatsschulden mischt sich die Sorge, ob mobiles Telefonieren jetzt teurer wird. Die ist jedoch unbegründet: Das vorhandene Mobiltelefon wird nicht abgeschaltet. Die Lizenzen für die gegenwärtig genutzten (GSM-)Funknetze laufen erst ab 2009 aus. Zu UMTS wird niemand gezwungen, nur gelockt ­ mit attraktiven Funktionen und moderaten Preisen.

UMTS ist die Abkürzung für Universal Mobile Telecommunications System. Obwohl über die UMTS-Frequenzen auch telefoniert werden kann, liegt ihr Nutzen in der Datenübertragung. Theoretisch ist mehrfaches ISDN-Tempo möglich. Die Technik der UMTS-Netze ist außerdem pfiffig: Handys bleiben ständig empfangsbereit, beispielsweise für eingehende E-Mails. Sie blockieren trotzdem keine der raren Frequenzen. Erst wenn wirklich eine Nachricht eingeht, wird Übertragungskapazität beansprucht ­ und nur dafür bezahlt.

Losgehen soll es mit dem Probebetrieb erst 2003. Doch schon vorher werden Daten schneller zu den Handys gelangen als jetzt.

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