Tipps

... zum richtigen Material

  • Tür. Verstärken Sie Ihre Tür innen mit einem Stahlblech oder einer Acht-Millimeter-Sperrholzplatte, wenn sie nur einen Pappkern hat. Nur dann nützt auch ein gutes Schloss.
  • DIN. Gehen Sie auf Nummer Sicher. Kaufen Sie Türschilde, Stangen- oder Zylinderschlösser, die mindestens der DIN entsprechen. Noch besser: Sie entsprechen den VdS-Anforderungen. Selbst wenn das Schloss geknackt wurde, kann die DIN- und die VdS-Norm noch nützlich sein. Im Versicherungsfall haben Sie mit zertifizierten Schlössern bessere Karten. Vorsicht bei Empfehlungen wie „Nehmen Sie den, der ist genauso gut wie VdS, aber billiger.“
  • Schließzylinder. Wechseln Sie vorsichtshalber den Zylinder, wenn Sie in eine neue Wohnung ziehen. Es könnten noch weitere Schlüssel vorhanden sein, von denen Sie nichts wissen. Vormieter oder Handwerker hätten Zutritt zu Ihrer Wohnung, ohne dass Sie das bemerken. Sie können erst dann sicher sein, dass keine „schwarzen“ Schlüssel in Umlauf sind, wenn es zum Zylinder eine Sicherungskarte gibt. Die erlaubt demjenigen, der sie vorlegen kann, Schlüssel nachmachen zu lassen.
  • Montage. Lassen Sie Zusatzschlösser von Fachleuten montieren. Der „normale“ Handwerker ist überfordert. Erkundigen Sie sich nach VdS-anerkannten oder DIN-CERTCO-Errichterbetrieben. Vorsicht bei Firmen in den Gelben Seiten, die nur mit einer Telefonnummer verzeichnet sind! Die Montage kostet für Schließzylinder etwa 40 Euro, für Türschilde circa 70 Euro und für Panzerriegel ungefähr 160 Euro. Firmen bieten manchmal Paketpreise inklusive Montage an.
  • Schloss & Schild. Kombinieren Sie einen guten Schließzylinder auch mit einem stabilen Türschild und stimmen Sie Bohr- und Ziehschutz aufeinander ab. Erst dann lohnen sich solide Komponenten richtig.

... zum Verhalten während und nach einem Einbruch

  • Fluchtweg. Stellen Sie sich niemals dem Einbrecher in den Weg. Lassen Sie ihm und sich selbst eine Fluchtmöglichkeit offen.
  • Geräusche. Nehmen Sie Geräusche ernst. Gerade nachts. Lassen Sie die Schlafzimmertür geöffnet, um möglichst viel hören zu können, was in der Wohnung passiert. Legen Sie das Telefon oder eingeschaltete Handy neben ihr Bett. Scheuen Sie sich nicht, bei verdächtigen Geräuschen 110 anzurufen.
  • Einbrecher im Schlafzimmer. Stellen Sie sich schlafend. Einbrecher sind in der Regel keine Gewalttäter und vermeiden wenn möglich körperliche Auseinandersetzungen. Allerdings können sie zu solchen werden, wenn sie sich beobachtet oder in die Enge getrieben fühlen.
  • Ertappt. Flüchten Sie ohne zu zögern, wenn Sie einen Bekannten oder Verwandten erkannt haben. Solche Täter geraten sehr schnell in Panik, weil sie unter allen Umständen die Tat vertuschen wollen.
  • Nach dem Einbruch. Betreten Sie nicht die Wohnung. Der Einbrecher könnte noch vor Ort sein. Alarmieren Sie die Polizei. Sollten Sie die Täter noch gesehen haben, dann verfolgen Sie sie nur aus sicherer Distanz. Bei der Verfolgung ist ein Handy nützlich, da Sie die Polizei über den Fluchtweg informieren können.
  • Hund. Ein unübertroffener Einbruchschutz. Auch kleine Hunde schrecken Einbrecher ab. Sie sind ein lebender Alarmmelder.

Dieser Artikel ist hilfreich. 1785 Nutzer finden das hilfreich.